Chronik 2005

Mittwoch, 19. Januar 2005, 19.30 Uhr,Caritas-Pirckheimer-Haus

Pegnesen lesen Heiteres

Anläßlich des Schiller-Jahres liest Herr Weingärtner eineParodie des Nürnberger Mundartdichters Weikert aus dem 19. Jahrhundert, undzwar eine Parodie auf „Der Handschuh„, die nicht dazu angetan ist, SchillersText lächerlich zu machen, sondern die Möglichkeiten zeigt, welche in derMundart liegen, solange die Figuren aus dem Alltagsleben genommen und gutbeobachtet sind. Der Präses verliest das karnevalistische Protokoll einerSitzung im Telemann-Orchester. Frau Schaedel bringt den Text „Wer achtzig wird,ist selber schuld„ zu Gehör. Andere der 21 Anwesenden haben ebenfalls kurze Texteausgesucht. Am Schluß liest Frau Köstler in bewährter Weise die gebührendenKlassiker der Veranstaltung, ”Undank ist der Welt Lohn„ und „Dannheiser„.

Mittwoch, 9. Februar 2005, 19.30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Jahreshauptversammlung

Erschienen sind 10 Personen, den Vorsitz hat Dr. Kügel.

Nach ordnungsgemäßer Erledigung der Formalien verliest FrauFink den Jahresbericht 2004. Es wird beschlossen, daß der Jahresbericht insInternet gestellt und von Frau Köstler handschriftlich ins Ordensbucheingetragen wird.

Herr Direktor Platzer gibt Aufschluß über die finanziellenVerhältnisse des Ordens. Die Buchhaltung ist zuvor außerdem von Frau Köstlerund Herrn Wirkner überprüft worden. Die Einnahmen haben die Ausgabengeringfügig überschritten; damit ist eine Finanzierung der laufendenTätigkeiten des Ordens sichergestellt. Herr Dr. Jäger stellt den Antrag aufEntlastung des Vorstandes. Diese wird bei Enthaltung der anwesendenVorstandsmitglieder von allen übrigen Anwesenden gewährt.

Unter dem Vorsitz des Wahlleiters, Herrn Weingärtners,werden die Mitglieder des Vorstandes und die Buchprüfer neu gewählt. Es ergebensich keine Abweichungen von der vorigen Ämterbesetzung, allerdings kündigenalle Vorstandsmitglieder an, nach Nachfolgern Umschau halten zu wollen. HerrnPlatzer wird zum 25sten Jahr seiner Tätigkeit als Schatzmeister herzlich gratuliert.

Außerdem werden noch weitere bevorstehende Aufgaben undTermine besprochen.

Mittwoch,  16.Februar 2005,19.15 Uhr, Wohnung des Präses, Lenbachstraße 5

Sitzung des Sprachpflegeausschusses

Unter Vorsitz von Herrn Raab tagen fünf Personen. WichtigsterPunkt der Tagesordnung ist die Abfassung eines Offenen Briefes an den neuenVorsitzenden des Deutschen Sprachrats, Herrn Minister a.D. Zehetmair. Außerdemberichtet Herr Paulwitz von seinen Projekten im Zusammenhang mit der von ihmredigierten Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt„, u.a. einer Aufforderung zurZurückhaltung im Gebrauch entbehrlicher Fremdwörter in der Fastenzeit.

Mittwoch, 23. Februar 2005, 19. 30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Videoabend

Mario Reubel hatte inbewährter Weise wesentliche Ereignisse im Blumenorden mit der Videokameraaufgezeichnet, und da nun wieder Material über zwei Jahre zusammengekommen ist,haben er und Dr. Kügel auf dessen Rechner zwei 45-Minuten-Filme darausgeschnitten, die mit dem Videoprojektor vorgeführt werden. Die 19 Zuschauer,darunter 13 Nichtmitglieder, nehmen die Erinnerungen interessiert zur Kenntnis.Schwierigkeiten macht allerdings das Tonsystem, das gegen Ende wegen Überlastungauszufallen droht.

Mittwoch, 2. März 2005

Trauerfall

Im Alter von 83 Jahrenverstirbt Theo Reubel-Ciani, Chefredakteur, Manager und Krimiautor, imBlumenorden Mitglied Nr. 1625. Ab 1940 hatte er Wehrdienst bei der Marinegeleistet und erhielt 1943 das EK 1. Nach der Entlassung aus der Gefangenschaftin Arizona studierte er in Erlangen und München mit dem Ziel, Journalist undfreischaffender Schriftsteller zu werden. 1948, im Jahre seiner Eheschließung,wurde er Redakteur beim Sebaldus-Verlag, wo er u.a. für das 8-Uhr-Blatt undmehr und mehr für die Programmzeitschrift "Gong" zuständig war. Von1949 bis 1963 veröffentlichte er daneben 41 Bände von Kriminalromanen mit derHauptgestalt "Inspektor Collins". Als Chefredakteur derJugendzeitschrift "Neue Stafette" und, ab 1972, vorübergehend beimKarl-May-Verlag Bamberg in führender Position beschäftigt, erschloß sich ihmdie Wichtigkeit der Jugendliteratur. Ab 1979 baute er die historischeSchülerzeitschrift "Geschichte mit Pfiff" für denJohann-Michael-Sailer-Verlag auf. Auch für den Umweltschutz setzte er sich in"Gong" zusammen mit Dr. Bernhard Grzimek schon seit 1966 ein. SeineNeigung zur Historie führte zu dem Auftrag, zwei Biographien über die Gründerdes Großversandhauses "Quelle" und eine Dokumentation über dessenKataloge zu schreiben. Ohne seine Mitarbeit an der typographischen Gestaltungwäre die Blumenorden-Festschrift von 1994 kaum ein Buch geworden. Danebenbemühte er sich wiederholt und ausdauernd um Förderung durch die Schickedanz-Holdingund stiftete selbst zum Jubiläumsjahr einen namhaften Betrag. Dafür erhielt erdas Ehrenkreuz am 14. 3. 1995.

Donnerstag, 3. März 2005

Frau Dr. Korten und Dr.Kügel schaffen acht Kartons mit etwa 350 Büchern einschließlich Broschüren insGermanische Nationalmuseum, wo Dr. Slenska sie zunächst entgegennimmt undlagert. Es sollen ehrenamtliche Helfer aus dem Blumenorden gefunden werden,welche die Titel ins elektronische Karteisystem eingeben, damit die Neubeständenicht verlorengehen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Dienstag, 8. März 2005

Die Firma Deuerleinliefert auf Bestellung 16 Tonnen Kalksplitt zur Verarbeitung auf den Wegen undauf der Tribüne des Irrhains. Dr. Kügel weist den Lastwagen ein.

Mittwoch, 16. März 2005, 19.30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Erschienen sind 16Personen. Prof. Dr. Laufhütte referiert über den Briefwechsel zwischen CatharinaRegina von Greiffenberg und Sigmund von Birken, den er in demnächstvorliegenden zwei Bänden der historisch-kritischen Ausgabe desBirken-Nachlasses veröffentlichen wird. Die Seltsamkeit des persönlichenVerhältnisses der beiden Briefpartner im Widerstreit von privater Mitteilungund gesellschaftlicher Distanz ist nach heutigen Begriffen kaum faßbar, nochweniger die Bekehrungspläne Greiffenbergs im Hinblick auf den Kaiser, ihr„Deoglori„-Projekt. Prof. Laufhüttes Schilderung fasziniert und machtgleichzeitig die enormen Unterschiede zwischen damals und heute deutlich.Anschließend sitzt der Referent noch mit dem Präses, bei dem er übernachtet,und mit Herrn Dr. Cerny, der eigens aus Amstetten angereist ist und am selbenAbend wieder zurückzufahren unternimmt, im Gasthaus gegenüber zu einemAbendessen und weiterer Erörterung zusammen.

22. und 23. März 2005

Wegebau im Irrhain

Herr Ippisch und Dr. Kügel verteilen rechtzeitig vor demOsterfest den Kalksplitt auf den Wegen und auf der Zuschauertribüne, derenAufschüttung Befestigung nötig hat, damit die Bänke nicht einsinken.

Sonntag, 10. April 2005, Haus der Heimat, Langwasser

Frau Hutter und StD Horst Göbbel haben Dr. Kügel eingeladen,vor einem Treffen Siebenbürger Sachsen eine Videopräsentation des Blumenordenszu geben. Anschließend wohnt er den Lesungen und Theatervorführungen inunterschiedlichen Mundarten der Spätaussiedler bei.

Sonntag, 3. April 2005

Trauerfall

Im 75. Lebensjahr verstirbt Wolf Klaußner, Schulleiter undSchriftsteller, im Blumenorden Mitglied Nr. 1703. Er war 1930 in Lichtenaugeboren, besuchte das Humanistische Gymnasium in Ansbach und Nürnberg,studierte Anglistik in Erlangen und München, begann mit 18 Jahren, Prosa zuschreiben, seit 1960 längere Erzähltexte. In Buchform sind erschienen:"Die Hochzeit des Origenes", 1973; "Aktennotiz", 1976;"Jüppa und der Zigeuner", 1980; "Nachbarschaft", 1981;"Biographische Belustigungen", 1982; "Lockwood", 1986;"Mittelfränkisches Märtyrertreffen", 1990; "Zum GrünenBaum", 1991; Lebensläufe 2001 und viele Übersetzungen. Er erhielt denEuropäischen Jugendbuchpreis. In den Orden wurde er aufgenommen am 1. Mai 2001.Leider gestattete seine angegriffene Gesundheit ihm seither nicht, an unserenVeranstaltungen teilzunehmen.

Mittwoch, 13. April 2005, 19.30 Uhr,Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Nur 12 Anwesende erleben den lebendigen und ansprechendenVortrag, der bereits für das vorige Jahr geplant war, aber von Prof. Dr. GerdAntos verschoben werden mußte. Die Darstellung macht auf eine oftmalsüberraschend Weise klar, wie sehr die Bestrebungen, möglichst gut im Interneterreichbar zu sein, die Spielräume der Benennungen in deutscher Spracheerweitert haben. Die wenigsten Pegnesen scheinen sich von der technischen Aurades Gegenstandes zum Kommen veranlaßt gesehen zu haben, doch sie haben etwasversäumt, was alle verstehen können.

Donnerstag, 21. April 2005, Institut für neuere deutscheLiteraturgeschichte, Erlangen

Ehrung eines Mitglieds

Aus Anlaß seines 85. Geburtstag erhält Herr Prof. Dr. UlrichFülleborn das Ehrenkreuz des Ordens. Es wird ihm während einer kleinen Feier inseinem ehemaligen Universitätsinstitut, bei der seine vielfältigen undbedeutenden Verdienste um die deutsche Literaturwissenschaft zur Sprache kommen,von Dr. Kügel, seinem dankbaren Schüler, überreicht.

Samstag, 23. April 2005,Irrhain

Irrhainaktion

Mehrere Sippen und Wölflinge des Bundes „Weltenbummler„ ausNürnberg, Fürth und Veitsbronn samt einigen ihrer Eltern kümmern sich wieder umLaubräumen und Entfernung von Bruchholz. Frau Köstler hat sichdankenswerterweise wieder dafür eingesetzt, daß „Brezen Kolb„ eine Schachtel frischerBrezen für den Anlaß zur Verfügung stellt und streicht die meisten davoneigenhändig mit Butter. Die Dankbarkeit ist groß.

Mittwoch, 27. April 2005, Irrhain

Führung

Herr Förster Schiessl hat angekündigt, daß etlicheForstpräsidenten zu einer Besprechung in Nürnberg sein werden und um eineFührung im Irrhain gebeten. Dr. Kügel gibt den etwa 25 Personen (einschließlichDamen) die gewünschten Auskünfte und findet erfreulich viel Wohlwollen für dieBelange des Blumenordens bei den Besuchern.

Donnerstag, 5. Mai 2005, 14.00 Uhr, Irrhain

Frühjahrsspaziergang im Irrhain

Der Förderkreis des Pfadfinderbundes"Weltenbummler", Bezirk Mittelfranken gestaltet einen Nachmittag mitLagerleben und Vorführungen, Spielen, Geschicklichkeitsübungen, Liedern, Imbiß.Herr Dr. Uli Glaser, der sich bereitgefunden hatte, die Schirmherrschaft zuübernehmen, ist leider erkrankt. Die vom Wetter begünstigte Veranstaltung istzwar kein großer Publikumserfolg, aber für alle Beteiligten sehr schön.

Freitag, 6. Mai 2005, 12.00 Uhr, Johannisfriedhof

Trauerfeier

Unter Beteiligung zahlreicher Literaten der Region wird WolfKlaußners in einer von Lesungen, Erinnerungen und Gitarrenmusik erfüllten Feiergedacht. Dr. Kügel hat es knapp geschafft, vom Aufräumen im Irrhainherbeizukommen, und schlägt vor, als er Frau Klaußner das Beileid des Ordens ausspricht,daß die noch unveröffentlichten Manuskripte im Archiv des Ordens sicheraufbewahrt werden könnten.

Mittwoch, 11. Mai 2005, 19.30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Dr. Bernd Adam hält vor 15 Besuchern eine Überschau über diefrühen Versuche, das Vaterunser ins Deutsche zu übertragen. Besonders bedeutsamerscheint die Erkenntnis, daß es mit einer bloßen Übersetzung nicht getan war,sondern daß mit den ungewöhnlichen Worten auch die zunächst völlig fremdenKonzepte des jüdischen Kaddisch-Gebetes und ein Gottesbild, das nicht das einesKämpfers war, an die germanischen Stämme übermittelt werden mußte. Erst ab dem13. Jahrhundert war die Volksfrömmigkeit derart im Wachsen, daß man mitAuslegungen und Traktaten dem mechanisch gelernten Text auch einen immertieferen Sinn beilegen konnte. Auch dadurch wurde die deutsche Sprache zugrößerer Präzisison und erweiterten Bauformen geführt.

Samstag, 21. Mai 2005

Trauerfall

Im Alter von 67 Jahren verstirbt Herr Rechtsanwalt und NotarHans-Ekkehard Plöger, Berlin, im Blumenorden Mitglied Nr. 1668. Er war geboren1938, Hobby-Astrologe und Verfasser eines Gedichtbandes "Stelldicheinverwandter Seelen"; in einem dreispaltigen Interview in der"WELT" vom 28. 11. 1994 als "Berlins schillerndster Anwalt"bezeichnet, äußerte er: "Ich versuche, ins Innerste der Menschen zublicken. Meine Gedichte sollen eine Art Lebenshilfe sein: Nimm's mit Humor, dubist nicht allein mit deinen Problemen." Er wurde auf Vorschlag von GeorgPrechtel (Nr. 1258) am 1. Mai 1995 aufgenommen, übersandte regelmäßig neueWerke und spendete mehrmals größere Beträge.

Mittwoch, 1. Juni 2005, Lenbachstraße

Sitzung des Sprachpflegeausschusses

Diesmal sind es schon sechs Personen, die sich beim Präseseinfinden. Das Gespräch geht wieder von Bastians Sicks Buch aus, wendet sichdann aber Fragen der Toleranz in Rechtschreibdingen zu, die vor allem fürSchulen nicht ohne rechtliche Konsequenzen sein dürften.

Neuaufnahmen

Mit Wirkung vom 1. Juni werden als Mitglieder Als MitgliederNr. 1728 und 1729 aufgenommen: Herr Peter Götz und Herr Olaf Ostertag.

Mittwoch, 8. Juni 2005, 19.30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Herr Recknagel handelt die Geschichte der Redensart vomNürnberger Trichter ab. Für die 15 Zuhörer, darunter acht Ordensmitglieder, istes neu, zu erfahren, daß keineswegs Harsdörfers Buchtitel der Ausgangspunktgewesen war. Auch das Nachleben des Nürnberger Trichters als Popanz derDidaktik sowie als Firmenschild und Name einer Karnevalsgesellschaft ist vergnüglichzu hören.

Sonntag, 12. Juni 2005, Irrhain

Irrhainpflege

Herr Weingärtner und Dr. Kügel treffen sich im Irrhain zueiner Besprechung, wie die Ergänzung dreier Denkmäler mit Nachbildungen derverlorengegangenen Tafeln und die ergänzende Schüttung der Tribüne vor sichgehen solle. Daneben beschneiden sie Büsche und zu hoch aufgeschosseneBäumchen.

Mittwoch, 15. Juni 2005, 14.00 Uhr,Erziehungswissenschaftliche Fakultät

Präsentation

Für den deutsch-amerikanischen Damenklub der Gemahlinunseres Mitglieds Prof. Schrettenbrunner hat Dr. Kügel eine Präsentation mitdem Titel „The Silver Age of Nürnberg„ zusammengestellt. Leider sind dieAmerikanerinnen von Herzogenaurach ausgeblieben, und so hält der Referentseinen Vortrag zu englischen Beschriftungen auf Deutsch. Das tut derfreundlichen Aufnahme durch die etwa 25 erschienenen Zuhörerinnen und Zuhörerkeinen Abbruch.

Donnerstag, 16. Juni 2005, Irrhain

Arbeiten für den Irrhain

Die Firma Merl schüttet den voriges Jahr abgetragenen Teilder Tribünen-Hinterseite wieder zum größten Teil auf und gleicht die Oberflächeaus. Herr Weingärtner hat die Inschriften zu den fehlenden Tafeln entworfen undgibt sie in Auftrag.

Freitag, 24. Juni 2005, 22.00 Uhr, Irrhain

Nachtführung

Blumenorden und Pfadfinderbund „Weltenbummler„ haben sich indiesem Jahr wieder zu zwei Führungen bereiterklärt, wieder unter Beleuchtungmit Fackeln und Petroleumlampen und Lampions. Zur ersten Führung amFreitagabend können die Pfadfinder über 30 Teilnehmer von Kraftshof abholen,und Dr. Kügels Umgang sowie die stimmungsvolle Lesung Herrn Gerd Berghofers ausseinen Gedichten finden unter guten Bedingungen und mit gutem Anklang statt.

Samstag, 25. Juni 2005, 22.00 Uhr, Irrhain

Nachtführung

Auch am folgenden Tag macht das Wetter keine Schwierigkeitenund der Besuch ist gut. Die Märchenerzählerin Frau Herta Weiß schlägt dieZuhörer bei stimmungsvoller Lampionbeleuchtung in den Bann.

Donnerstag, 30. Juni 2005

Arbeiten für den Irrhain

Unter Herrn Weingärtners Aufsicht werden die Schrifttaffelnfür die Denkmäler Wielands und Limburgers sowie der halbrunde Aufsatz auf dasDenkmal des letzteren fachmännisch angebracht.

Samstag, 2. Juli 2005, 10.00 Uhr, Irrhain

Aufräumen im Irrhain

Es gibt nicht mehr besonders viel Säuberungsarbeit zu tun.Gerade die Naturbühne macht noch einen ungepflegten Eindruck. Doch da nahtunversehens Herr Robert Leyh mit zwei Bekannten, und diese drei nehmen es aufsich, den Präses in dieser Hinsicht zu entlasten. Danke schön!

Sonntag, 3. Juli 2005, Irrhain

Irrhainfest

14.00 Uhr: Begrüßung an der Naturbühne. DieHans-Sachs-Spielgruppe Nürnberg bietet das Stück "Der Geizkragen" vonHans Sachs. Nicht nur das obligatorische Flugzeug, auch das Krähen eines Hahnsim benachbarten Schrebergarten macht den Schauspielern zu schaffen, aber sienehmen geschickt Bezug darauf und haben die Lacher auf ihrer Seite.Überraschend lautes Gelächter löst auch die Schlußbemerkung des Präses aus, dieStücke würden immer aktueller. Um 14.45 Uhr schließt sich daran der Umgang, um15.15 Uhr Imbiß und traditioneller Umtrunk. Herr Weingärtner hat den kleinenOrdenspokal aus dem Germanischen Nationalmuseum gebracht, den von dieserGeneration von Pegnesen gewiß noch niemand gesehen hat. Einer der ersten, derihn gereicht bekommt, ist endlich einmal der  Festwirt, Herr Konrad Bösl. Auch hat der Präses die Freude,seinen akademischen Lehrer, Prof. Dr. Fülleborn, und dessen Gemahlin sowie FrauProf. Dr. Wolfschmidt als seltene Gäste zu begrüßen. Die „Vacher Spielleut„erfreuen währenddessen wieder mit Tanzmelodien aus Renaissance-Notenbüchern.Der aufsehenerregendste Gast ist gewiß in einer Hinsicht das kleine TöchterleinAlice der Familie Weingärtner. Doch auch die ältere Schwester Suni zeichnetsich durch eine historische Auskunft zum Schiller-Denkmal des Irrhains aus.Dieses wird dem Gedenkjahr entsprechend mit einem Lorbeerkranz geziert. Nachsiebzehn Uhr wandern die etwa 80 Besucher allmählich ab.

Montag, 11. Juli 2004, 19.30 Uhr, Hinterzimmer des Künstlerhauses

Lesungsabend

Vor lauter Protokollschreiben für dieGeorg-Simon-Ohm-Fachhochschule widerfährt es dem Präses, den von ihm selbstorganisierten Lesungsabend zu versäumen. Die Veranstaltung ist aber, wie manhört, mit insgesamt zehn Besuchern recht anregend abgelaufen. Frau StefanieBachstein und Frau Höverkamp deckten mit ihren Texten ein breites Spektrumunterschiedlicher Darstellungsweisen und emotionaler Zustände ab.

Donnerstag, 8. September 2005, Lenbachstraße, 19.00 Uhr

Sitzung des Sprachpflegeausschusses

Betreffend die Toleranz im Hinblick auf die Schreibung wirdan die unterschiedlich genauen Vorschriften des früheren DUDEN im Vergleich zumSetzerduden und die entsprechende Untergliederung des Ickler'schen Wörterbuchserinnert. Einzelbeobachtungen fächern die Frage der Verbindlichkeit auf. Dr. Kügel berichtet von einer Beratung, die er von Frau Sybille Reichel und HerrnAlexander Mang, Mitarbeitern der Forschungsstelle ”OstfränkischesWörterbuch„erhalten hat, in Bezug auf die geplante Schallaufzeichnung vonDialekten im Haus der Heimat. Die übrigen Teilnehmer stimmen den Vorschlägen gernezu.

Freitag, 9. September 2005,Irrhain

Irrhainpflege und Grillen

Die Auslichtung bestimmter Bereiche zwischen Wegen ist derpraktische Zweck, zu dem sich Herr Günter Körner, Frau Köstler, Dr. Kügel undHerr Weingärtner zusammenfinden. Aber sie haben auch Grillgut mitgebracht, dasab Mittag in aller Ruhe auf Holzkohlen zubereitet und vor der Hütte verspeistwird. Nachmittags gesellen sich noch Frau Reubel und Mario Reubel, Frau Elke K.und Frau Weingärtner mit der kleinen Alice dazu. Es sieht so aus, als könntedieses Helfertreffen ein fester Programmpunkt des Pegnesenjahres werden.

Montag, 12. September 2005, 15.00 Uhr

Neunhofer Schloßfest

Dr. Kügel vertritt den Orden bei dem Empfang, den dieErbengemeinschaft des Schlosses Neunhof anläßlich des Kirchweihausklangsalljährlich gibt.

Donnerstag, 15. September 2005, Unkel bei Bonn

Präsentation

Auf eine Einladung des Freien deutschen Autorenverbandesist Dr. Kügel nach Unkel gefahren, wird bei Dr. Gojowy und seiner Gemahlin alsÜbernachtungsgast freundlich aufgenommen und hält am Abend im Schlößchen desOrtes vor etwa 20 Besuchern einen Vortrag über den Blumenorden mit Videopräsentation.Zahlreiche Nachfragen und Kommentare erweisen das Interesse der Gesellschaft.

Samstag, 17. September2005, Treffpunkt: 8.00 Uhr, Endhaltestelle Langwasser Süd

Herbstfahrt

Es sind wieder 20 Personen, die auf 5 Autos verteilt werden,und dann fährt man bei grauem Wetter unabhängig voneinander die erste Stationan: die Harburg am Rande des Ries, wo die Besichtigung der weiträumigen und guterhaltenen Burganlage auf dem Programm steht. Die nächste Station, bei bereitssonnigem Wetter, ist das Wirtshaus von Christgarten, in dem solideHausmannskost angeboten wird. Im Anschluß an das Mittagsmahl besichtigen wirunter Führung von Frau Evi und Herrn Georg Schultheiß und mit weiterenAuskünften des Küsters die Reste des Karthäuserklosters Christgarten. Dann gehtdie Fahrt weiter nach Nördlingen. Zunächst sehen wir uns die Kirche an, danndas Riesmuseum, in dem vor allem die Diafolge vom Einschlag des Meteoritenbeeindruckt. Ein etwas chaotisches Kaffeetrinken im völlig überfülltenRathauscafé schließt die Gemeinsamkeit ab.

Montag, 19. September 2005, 19.30 Uhr, Hinterzimmer des Künstlerhauses

Lesungsabend

24 Personen sind anwesend, um ein ungewöhnlichzweischneidiges Programm zu erleben: Zuerst rezitieren Herr Raab und FrauKreppner Schillers ”Die Glocke„, ein Gedicht, das eigentlich ein Sprechoratoriumnach Art Klajs genannt werden kann. Die vertrauten Verse werden mit derintensiven, nie übertriebenen Leseleistung der beiden Vortragenden wieder zueinem neuen Erlebnis. Dann trägt Herr Gerd Berghofer aus seinen Gedichten vor,denen er zwei kurze Prosastücke anhängt. Auch er erhält begeisterten Applaus.

Mittwoch, 21. September 2005, 18.00 Uhr, Irrhain

Führung

Die Gryphius-Gesellschaft tagt in Erlangen, und Herr Prof.Dr. Niefanger, Inbaber des Lehrstuhls für neuere deutsche Literaturwissenschaftund Gastgeber, hat sich und den Kongreßteilnehmern eine Führung im Irrhaingewünscht. Dr. Kügel übernimmt das gerne und sieht bei dieser Gelegenheitwieder einige Bekannte unter den Forschern, darunter Herrn Prof. Dr. Moser. Erschließt sich der Nachfeier in der Orangerie des Schlosses an und erfährtmehrmals Anerkennung für die Erläuterungen, die er gegeben hat.

23. bis 25. September 2005, Lübeck

Jahrestagung der ALG

Anstelle der verhinderten Frau von Eyb fährt Dr. Kügel nachLübeck zu den Veranstaltungen und der Jahreshauptversammlung derArbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten. NachdemGünter Grass aus seinem Roman ”Ein weites Feld„ vorgelesen und sich einerPodiumsdiskussion gestellt hat, ergreift Dr. Kügel die Gelegenheit, ihm imNamen des Ordens und in seinem eigenen für sein Buch ”Das Treffen in Telgte„besonders zu danken. Der Nobelpreisträger reagiert erfreut.

30. September 2005, 14.00 Uhr

Führung

Prof. Dr. Rusam hält für Mitglieder und Gäste desBlumenordens eine zweistündige Führung, die von der Burgfreiung ausgehend überdie Albrecht-Dürer-Straße und weitere Altstadtgassen auf den Hauptmarkt führt.Seine zum Teil völlig neuartigen und ungewöhnlichen Erläuterungen werden mitgroßer Dankbarkeit aufgenommen.

1. Oktober 2005, Fürth, Limoges-Haus

Präsentation

Frau Eimer hat anläßlich der Fürther Kirchweih eine Führungausgearbeitet, bei der sie in historischem Kostüm als Frau van Liersch den Fraveliershofund einige Altstadtgassen erklärt. Da diese Kaufmannsfamilie mit demBlumenordensmitglied Lochner und folglich auch mit Birken bekannt war, hat FrauEimer gebeten, am Ende im Limogeshaus den Teilnehmern der Führung einen Vortragüber den Blumenorden anbieten zu können. Dr. Kügel bringt seine bewährte Präsentationund wird anschließend samt Gemahlin zu einem Rundgang (im Regen) durch dieKirchweihstände und einem Abendessen im Schwarzen Kreuz eingeladen.

Neuaufnahmen

Mit Wirkung vom 1.Oktober wird als Mitglied 1730 aufgenommen: Herr Mario Reubel.

Mittwoch, 12. Oktober 2005, 19.30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

19 Personen sind anwesend, als die Märchenerzählerin FrauHerta Weiß anläßlich des Andersen-Gedenkjahres drei seiner Märchen vorträgt:Die Prinzessin auf der Erbse, Das Liebespaar und Die Geschichte von einerMutter. Die Zuhörer sind ergriffen. Anschließend berichtet Frau Irene Wirthüber ihre Methoden, mithilfe von Erzählungen, Liedern, Kochrezepten mit sprachlicherDeutlichkeit und Umsetzung in begreifliche Handlung denjenigen Kindern Hilfezur Erweiterung ihrer Erlebnis- und Ausdrucksfähigkeit zu geben, die sie ineiner Tagesbetreuungsstätte zu fördern hatte. Schließlich gibt sie noch zweiWeihnachtsgeschichten aus eigener Feder zum besten, und der Abend schließt sehrharmonisch mit einem zufriedenen Publikum.

Mittwoch, 19. Oktober 2005, 15.00 Uhr, Bildungszentrum

Präsentation

Für die Alten-Akademie setzt Dr. Kügel wieder einmal seinePräsentation über den Blumenorden ein und erntet von den etwa 30 Zuhörernmanchen Zuspruch und Applaus.

Mittwoch, 19. Oktober 2005, 19.00 Uhr, Kunstakademie

Abends vertritt er den Blumenorden bei der Amtsübergabedes Rektorats jener zweitältesten Nürnberger Kultureinrichtung an Prof. Hörl.Am Rande teilt ihm Herr Utz Ulrich mit, daß die Suche nach einem Förderer undVerlag zur Veröffentlichung des Hauptwerkes von Wolf Klaußner betrieben wird.

Sonntag, 23. Oktober 2005, Lenbachstraße

Vorstandsbesprechung

Herr Platzer und Herr Grieb mit seiner Gemahlin sind beiKügels zu  Gast und besprechen sichzunächst über organisatorische und finanzielle Angelegenheiten des Ordens,bevor man sich den filmischen Urlaubserinnerungen an Kalifornien widmet.

Mittwoch, 12. November 2005, 19.30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Liegt es an der Hektik der Vorweihnachtszeit, am Wetter oderam Monat als solchem ? es sind leider wieder nur 13 Personen anwesend, darunterganze zwei vom Orden, als Herr Peter Götz einen gehaltreichen undeindrucksvollen Vortrag über den baltendeutschen Dichter Manfred Kyber hält.Dieser kommt gegen Ende des Vortrags besonders als Tierschützer und Anthroposophin den Blick.

Samstag, 1. November 2005, Germanisches Nationalmuseum

Versammlung der Leihgeber des GNM

Herr Grieb hätte gerne den Blumenorden auf der alljährlichenZusammenkunft der Leihgeber vertreten, ist aber erkrankt. Der Präses hält sichzu einer Orchesterprobe bei Weißenburg auf. Dieses Jahr tritt also der Orden indiesem Kreise nicht in Erscheinung.

Sonntag, 27. November 2005, 14 Uhr, Kaiser-Maximilian-Saal im Hotel Maritim

Adventsfeier

Mit kurzerBegrüßung durch den Präses und den ersten beiden Sätzen aus dem StreichquartettD 18 von Franz Schubert beginnt die traditionelle Adventsfeier desBlumenordens. Dieses Jahr sind Frau Göldner-Kügel und Dr. Jäpel anmusikalischer Mitwirkung verhindert, sodaß vier Studenten diese Aufgabe gegengeringes Honorar auf sich genommen haben: Herr Stefan Ortlieb (1. Violine),Frau Barbara Kügel (2. Violine), Frau Elena Riemann (Viola) und Herr Arno Fehm(Cello). Die erste Rede der Veranstaltung hält Herr Wirtschaftsreferent Dr.Fleck, indem er den Anwesenden die Bedeutung der Einstufung Nürnbergs undseiner Nachbarstädte zu einer Metropolregion nahebringt. Anschließend fungierter bei der

Auszeichnung von besonderen Leistungen im FacheDeutsch

aus den Abschlußklassen mittelfränkischer Realschulen.Laudationes halten Frau Lehmann, Herr Schöler und Dr. Kügel. Die SchülerinnenHuber, Geitner und Saffer erhalten je eine vom Präses und von MB Lobenhoferunterzeichnete Urkunde und einen Umschlag mit 200 Û. Sie werden von Pressevertreternphotographiert und schon am nächsten Tag in den Zeitungen erwähnt. Mit dem 3.Satz leitet das Streichquartett über zu den Adventsgedanken, die diesmal wiederHerr Pfarrer Gloßner zusammen mit einem Adventslied nahebringt. Dann tretennoch ein letztes Mal die Musiker in Aktion, um mit dem 4. Satz (Presto) eineschwungvolle Einstimmung auf das Ende des offiziellen Teils zu geben.

Mittwoch, 7. Dezember 2005, 19.00 Uhr, Lenbachstraße

Sitzung des Sprachausschusses

Wie im vorigen Jahr sind zu dieser jahreszeitlich spätenSitzung nur vier Personen erschienen. Frau Geiger, Dr. Kügel und Herr Stösselerörtern unter dem Vorsitz von Herrn Raab unterschiedliche Sprachschlampereien.

Mittwoch, 28. Dezember 2005, 11.30 Uhr, Johannisfriedhof

Trauerfeier

Am 20. 12. 2005 ist im Alter von 81 Jahren verstorben: FrauMarie Friederich, im Blumenorden Nr. 1576. Sie war in Nürnberg geboren underwarb nach der Grundschule den Abschluß der Mittleren Reife an der Labenwolf-Oberrealschule.Nach Ausbildung zur Bautechnikerin an der Berufsoberschule Nürnberg begann sieihre berufliche Tätigkeit bei der Denkmalspflege des Stadtbauamtes Nürnberg undwar auch beteiligt an Sofortmaßnahmen des Bauamts zur Behebung der Fliegerschäden.22 Jahre pausierte sie im Beruf aufgrund von Heirat und Kindererziehung, danntrat sie wieder ins Berufsleben ein. Sie war interessiert an Literatur,Architektur und bildender Kunst, seit 1970 Mitglied des Pegnesischen Blumenordens.Lange Jahre diente sie als Souffleurin bei Irrhainspielen. Sie schrieb einenBeitrag zur Festschrift von 1994 und erhielt das Ehrenkreuz des Ordens am 18.8. 1994. Zur Trauerfeier in der Kapelle des Johannisfriedhofs ist Dr. Kügelanwesend und überreicht ein Blumengebinde.