Chronik 2011

Neuaufnahme

Als Mitglied Nr. 1760 begrüßen wir: Herrn Dr. Johann Dietrich Bödeker.

Mittwoch, 19. Januar 2011, 19:00 Uhr, Weinkeller des Caritas-Pirckheimer-Hauses

Pegnesen lesen Heiteres

14 Teilnehmer zählt die Runde, von denen eigene Texte Günter Körner, Gottfried Reiß und Günter Stössel zu Gehör bringen; Frau Kreppner und Herr Kügel tragen Ausgewähltes anderer Autoren vor, Frau Köstler den Klassiker “Undank ist der Welt Lohn”. Das Ende der Veranstaltung erleben nicht alle Teilnehmer mit, denn es verschiebt sich stark auf Mitternacht zu.

Mittwoch, 26. Januar 2011, 19:00 Uhr, Turm

Lesung

Rainer Gutsche liest beliebte Balladen vor 14 begeisterten Zuhörern, begleitet bzw. umrahmt von Gitarrenmusik, die von seinem Sohn Achim Gutsche und dessen Lehrer Siegfried Girgner gespielt wird.

Mittwoch, 2. Februar 2011, 19:00 Uhr, Turm

Lesung

Wolfgang Dahms liest aus seinen drei Romanen vor 13 Zuhörern. Seine Texte und dazu die Erläuterungen werden von 13 Zuhörern dankbar aufgenommen.

Mittwoch, 9. Februar 2011, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Jahreshauptversammlung

Erschienen sind die 11 Personen, den Vorsitz hat Dr. Kügel.

Der Präses gibt eine kurze Standortbestimmung des Ordens, in der er auf die Entwicklung des Mitgliederbestandes (111 im Januar 2011) und den Tätigkeitsrahmen des Ordens eingeht.

Frau Fink verliest aus dem Jahresbericht 2010, welcher den Teilnehmern vorliegt, die Texte zum Gedenken an verstorbene Mitglieder. Es wird beschlossen, daß der Jahresbericht ins Internet gestellt wird.

Herr Direktor Platzer gibt Aufschluß über die finanziellen Verhältnisse des Ordens. Die Buchhaltung ist zuvor außerdem von Herrn Thomas Wirkner und Frau Köstler überprüft worden. Die Buchprüfer haben erklärt, daß alles ordnungsgemäß verzeichnet ist.

Die Jahresabrechnung 2010 schließt mit einem merklichen Überschuß ab. Etliche namhafte Spenden sind eingegangen, eine davon als Beitrag zu den Preisgeldern für Schüler von Herrn Prof. Ludwig; von den Einkünften des Ordens stammen etwa 3500 € aus Mitgliedsbeiträgen und etwa 2500 € aus Spenden.

Herr Grieb stellt den Antrag auf Entlastung der Vorstandsmitglieder. Diese wird von allen übrigen Anwesenden gewährt. Herr Dumont du Voitel spricht im Namen des Ordens den Dank für die geleistete Arbeit aus.

Bei den Wahlen zum Vorstand werden die bisherigen Amtsinhaber in ihren Positionen bestätigt.

Der Präses macht darauf aufmerksam, daß der Vorstand eine Ämterverschiebung unter den Ordensräten plant: Herr Weingärtner hat sich bereiterklärt, das verwaiste Amt des Ordensrates für die Bibliothek anstelle des Ordensrates für den Irrhain zu übernehmen; als solcher ist der Landschaftsingenieur Helmut Wiegel wegen seiner bisherigen Verdienste und Zukunftsplanung für den Irrhain vorgesehen, sobald er Mitglied geworden sein wird.

Der Vizepräses berichtet über die Maßnahmen, die von den Forstarbeitern neuerdings im und am Irrhain durchgeführt werden, und erläutert den Kostenvoranschlag für die Erweiterung des Zaunes von der Firma Keilholz, Kraftshof.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Vorgänge im Irrhain

Vormittags beobachten Herr Körner und Herr Kügel den Fortgang der Baumfäll-Arbeiten im Irrhain; Herr Körner gräbt einige der L-förmigen Betonsteine aus der alten, nunmehr aufgegebenen Zuschauertribüne aus, die vielleicht als Fundament einer Erweiterung der Gesellschaftshütte anstelle der blechernen Gerätehütte in Frage kämen.

Sprachausschuß im Turm

Ab 19:15 Uhr besprechen sich sieben Personen unter dem Vorsitz von Herrn Paulwitz über Wort und Unwort des Jahres, Wortpatenschaften und andere Vorgänge aus dem Bereich der Sprachpflege bzw. –verschlampung.

Mittwoch, 23. Februar 2011, im Turm

Vortrag

Herr Reiß stellt sein Buch “Potero” vor, das einen Weg zur selbständigen Optimierung der Fähigkeiten eines Menschen aufzeigt. 14 Personen hören aufnahmefähig zu.

Mittwoch, 16. März 2011, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Videoabend

16 Zuschauer sind anwesend. Mario Reubel und Werner Kügel zeigen Ausschnitte von: Narrenschneiden in Neunhof, poetisch-musikalisches Wandern am Moritzberg, u.v.m.

Mittwoch, 23. März 2011

Lesung

Um 16:30 Uhr liest Prof. Dr. Wolfgang Gast (Heidelberg) aus seiner Zusammenstellung früher literarischer Arbeiten mit dem Thema “Joglar”. Immerhin 20 Zuhörer, darunter seine Nürnberger Verwandten, sind anwesend. Bemerkenswert ist die feinsinnig-spielerische Art, mit der Wolfgang Gast eine beinahe autobiographische, aber ebenso exemplarische Entwicklung zum Literaten andeutet.

Vortrag

Ab 19 Uhr stellt Herr Förster Schießl die Entwicklung des Nürnberger Reichswaldes in einen zeitgeschichtlichen Kontext und erläutert, wie sich der Wald durch die unterschiedlichen Anforderungen des Menschen seit dem Mittelalter bis in die heutige Zeit verändert hat. Von den Zuhörern sind leider nur zehn übriggeblieben.

 

Freitag, 25. bis Sonntag, 27. März 2011, Köthen

Mitgliederversammlung der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft

Herr Kügel als Gründungsmitglied und Frau Mead nehmen an den Veranstaltungen in Köthen teil, von denen besonders der Vortrag des Werbeexperten Samland über englische Namen in der Werbung sehr aufschlußreich und dabei kurzweilig ist.

Sonntag, 3. April 2011

Ein 100. Geburtstag

Frau Ida Junginger kann in vorzüglicher geistiger Verfassung ihren 100. Geburtstag im eigenen Hause feiern. Als Gratulanten stellen sich viele Verwandte und Freunde ein, auch Oberbürgermeister Dr. Maly, und zu dem abwechslungsreichen künstlerischen Programm der Veranstaltung trägt Dr. Godehard Schramm bei, der aus seinen Werken liest.

Montag, 4. April 2011, Eibach

Vorbesprechung

Herr Kügel sucht den neuen Ministerialbeauftragten für die Realschulen in Mittelfranken, Herrn Seitz, auf, um wegen der anstehenden Preisverleihung an Realschüler eine Absprache zu treffen. Es stellt sich heraus, daß der Blumenorden gebeten wird, den unterdessen von Herrn Mitländer, seinem Mitarbeiter in der Dienststelle, eingerichteten Lyrikwettbewerb anstelle der Schulaufsätze zu prämiieren, doch das könne in diesem Jahr nicht erfolgen, da erst im vorigen der erste dieser alle zwei Jahre geplanten Wettbewerbe gelaufen sei.

Dienstag, 5. April 2011, vormittags

Vorgänge im Irrhain

Herr Kügel findet den Zaun am Nordwesteck fertig gebaut vor, der das Eindringen an besonders gefährlicher und den Eichbaum am Eck besonders gefährdender Stelle verhindern soll. Außerdem sind zu seiner Verwunderung die Wege von Laub befreit. Später stellt sich heraus, daß Herr Ciolek dazu mit seinem Blasgerät tätig gewesen war.

Mittwoch, 6. April 2011, Turm, 19:30 Uhr

Lesung

Günter Stössel liest vor einem Dutzend Zuhörern aus seiner Neufassung der Nürnbergisch-Englischen Überblendungen “My War left” und erregt manchen Heiterkeitserfolg.

Mittwoch, 13. April 2011, Turm

Sprachausschuß

Von 19:20 Uhr bis 21:30 Uhr besprechen fünf Anwesende die von Herrn Paulwitz berichteten Vorgänge in sprachpflegenden Vereinen und der Öffentlichkeit, wobei besonders der Plan im Vordergrund steht, eine Straße der deutschen Sprache einzurichten, zunächst vor allem in Mitteldeutschland.

Mittwoch, 20. April 2011

Irrhainpflege

Herr Körner, Herr Ippisch, Herr Reiß, Herr Ciolek und Herr Kügel arbeiten an verschiedenen Stellen, um Ahornbäumchen zu fällen, Betonsteine auszugraben und hinter die Gemeinschaftshütte zu befördern, die zersprungen Gedenktafel an Herrn Malter abzunehmen und Abfall zu entfernen. Danach gönnen sie sich einen frühlingshaften Grillnachmittag.

Mai 2011

Neuaufnahmen

Als Mitglieder Nr. 1761 und 1762 begrüßen wir: Herrn Peter Noventa und Herrn Prof. Dr. Heinrich Reinhardt.

Samstag, 7. Mai 2011, im “Büchertisch”, Berlin-Kreuzberg

Gemeinsame Veranstaltung mit der Franz-Fühmann-Gesellschaft

Aufgrund einer Bekanntschaft, die sich zwischen Herrn Kügel und Herrn Paul Alfred Kleinert, dem Vorsitzenden der Franz-Fühmann-Gesellschaft, anläßlich der ALG-Tagungen angebahnt hat, begeben sich Herr Körner und Herr Kügel in Begleitung von Frau Göldner-Kügel nach Berlin, um dort vor einem Publikum von etwa 35 Personen einen abwechselnden Präsentations-Vortrag über die Sprachspiele zu den Zeiten der Gründer unseres Ordens zu halten, worauf Herr Kleinert und Frau Richter-Kubbutat vergleichbare Sprachspiele aus dem Werk Fühmanns sinnenfällig darbieten.

Mittwoch, 11. Mai 2011, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Dr. Ernst-Friedrich Schultheiß referiert über Dr. Heinrich Heerwagen (1811-1888) zu dessen 200. Geburtstag und hebt hervor, er war die "Zierde seines Standes", Bayerns 1. Oberstudienrat, Rektor des Melanchthon-Gymnasiums, Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und des Obersten Schulrates, zudem langjähriger Präses des Pegnesischen Blumenordens, Ehrenbürger Nürnbergs, und Komponist von Rückert-Vertonungen. Alles dieses wird leider nur von 10 Personen wahrgenommen.

Mittwoch, 18. Mai 2011, 15 Uhr, Irrhain

Vorstandsbesprechung

In der Gesellschaftshütte treffen Herr Körner, Herr Platzer und Herr Kügel zusammen, um gemeinsam Anträge wegen der Steinsanierung im Irrhain zu erörtern und auszufüllen. Ein Erkundungsgang am Platz der neuen Waldbühne ergibt keine Anzeichen für einen Fortgang der Arbeiten.

Dienstag, 31. Mai 2011, Irrhain

Irrhainpflege

Herr Ciolek und Herr Kügel machen sich daran, weitere Ahornbäumchen abzusägen. Herr Forstdirektor Dr. Pröbstle und Frau Forstoberrätin Färber kommen dazu und geben nützliche Hinweise. Derweil gehen die Arbeiten an der neuen Waldbühne weiter.

Mittwoch, 1. Juni 2011, 18 bis 21:30 Uhr, Irrhain

Besuch des Oberbürgermeisters

Herr OB Dr. Maly hat eine Bürgerradtour durch Ziegelstein und Buchenbühl, an der Nordseite des Flughafens vorbei und über den Irrhain nach Neunhof angekündigt, auf welcher er an Ort und Stelle auf die Fragen der Bürger eingehen will. Um etwa 19 Uhr wird die Fahrrad-Kavalkade am Irrhain erwartet. Frau Färber stellt mit Herrn Kügels Hilfe eine Bildwand auf, er richtet die Hütte zu einem kurzen Besuch her. Es zieht sich aber hin, und als der Oberbürgermeister mit Gefolge endlich erscheint, ist es bereits dunkel. Herr Dr. Pröbstle gibt in kurzen Worten Auskunft über den Irrhain und die hier laufenden Projekte, Herr Kügel spricht auch noch einige Worte und antwortet auf Fragen, während Herr Dr. Maly einen kurzen Blick in die von einer Kerze romantisch erleuchtete Hütte tut. Dann fährt man weiter, und Frau Färber baut ihre nicht mehr wahrnehmbare Tafel wieder ab.

Mittwoch, 8. Juni 2011, 19:30 Uhr, Turm

Erzählabend

Holger Trautmann trägt unter dem Titel “Eulenspiegeleien” eine Zusammenstellung aus Volksbüchern und anderen Quellen über Till Eulenspiegel vor, die er zu einer zusammenhängenden Geschichte geformt hat und ohne Ablesen aus dem Gedächtnis erzählt. Es ist ein sehr eindrucksvoller Abend, doch leider nur für 10 Zuhörer.

Trauerfall

Am 23. Juni 2011 verstirbt Herr Horst Gloßner, Mitglied des Blumenordens Nr. 1708, im Alter von 67 Jahren. Er war 1943 in Nürnberg geboren, studierte Evangelische Theologie in Erlangen und Göttingen und sammelte erste Gemeindediensterfahrungen 1968-71 in Veitsbronn. 1971-82 wurde er Pfarrer im Schuldienst am Martin-Behaim-Gymnasium Nürnberg, dann Seminarlehrer für Pädagogik. Von 1982-1992 wirkte er als Seminarlehrer für Evangelische Religionslehre am Christian-Ernst-Gymnasium Erlangen. Seit 1992 prägte er als Leiter die Wilhelm-Löhe-Schule Nürnberg. In literarischer Hinsicht verfaßte er Predigten, schulinterne Texte (Jahresberichte u.ä.), versah Autor- und Herausgebertätigkeit bei der Gymnasialpädagogischen Materialstelle der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Vortragstätigkeit bei Fortbildungsveranstaltungen. Er wurde aufgenommen am 1. Oktober 2001. Bei den Adventsfeiern des Blumenordens hielt er die denkwürdigen Adventsansprachen von 2001, 2003, 2006, 2007, 2008, 2009 und, trotz beginnender schwerer Erkrankung, 2010. Die St. Sebald-Kirche kann am 7. Juli die Teilnehmer an seinem Gedenkgottesdienst kaum fassen. Auch der Präses ist mit seiner Frau zugegen. Wir werden diesem bedeutenden und unermüdlichen Menschen ein ehrendes Andenken bewahren.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Ausstattung

Vormittags besorgen Herr Körner und Herr Kügel bei verschiedene Baumärkten insgesamt fünf Bierbankgarnituren, darunter zwei zerlegbare, und bringen sie in den Irrhain, damit beim Irrhainfest genügend Sitzplätze vorhanden sind. Seitdem der Imbiß von dem Pfadfindervater Walter Wachter statt von Herrn Bösl angeboten wird, fällt nämlich auch dessen Material weg.

Lesung im CPH

Ab 19:30 Uhr ist eine Lesung des bedeutenden Leipziger Lyrikers Andreas Reimann im Caritas-Pirckheimer-Haus angesagt: “Der Trojanische Pegasus”, mit Einleitung von Hans W. Merkel. "Der unbekannteste unter den bedeutenden deutschen Dichtern", wie Karl Corino im FOCUS schrieb, versucht den verengten Blick der hiesigen Literaturliebhaber auf die Kulturlandschaft Mitteldeutschlands zu erweitern. Das muß bei einer Zuhörerschaft von acht Personen trotz der Werbebemühungen des Blumenordens und Herrn Merkels leider als mißlungen bezeichnet werden. Beim anschließenden Abendimbiß vor dem Literaturhaus sucht ein vergrätzter Andreas Reimann die Schuld bei der Arroganz der Westdeutschen. Man unterläßt es, ihn zu fragen, wer denn in Leipzig käme, wenn einer unserer tüchtigen Schriftsteller aus Nürnberg angekündigt wäre. Noch dazu haben es Lyriker immer schwerer als Romanciers oder Dramatiker.

Freitag, 1. Juli 2011

Vorbereitung

Herr Platzer ist am Ort, als bei schlechtem Wetter die dennoch in der Hoffnung auf Wetterbesserung bestellte Mobiltoilette zum Irrhain geliefert wird.

Sonntag, 2. Juli 2011

Irrhainfest

Die von sumpfig geregnetem Baustellenboden umgebene Zuschauerfläche, die vor der neuen Waldbühne planiert und mit Mineralbeton befestigt worden war, mißt neun Meter im Geviert. Darauf passen Bänke und Tische für 30 Personen. Es erscheint bis zum Nachmittag unklar, ob überhaupt so viele erscheinen werden. Der Dauerregen hört erst kurz nach 14 Uhr auf. Vier Pavillonzelte sind über diese Sitzplätze gestellt worden, sie erweisen sich aber zum Teil als undicht. Auf einem weniger sumpfigen Bereich 15 Meter seitlich sind die Musiker unter einem weiteren Pavillonzelt postiert. Von dort nehmen auch die Hans-Sachs-Spieler ihren Auftritt. Und siehe da: “Sankt Petrus bummelt mit seinen Freunden unten auf Erden” kann ohne Nässe von oben die immerhin 20 Zuschauer erfreuen, auch die Fränkischen Spielstückchen für Streicher erklingen fast ohne Beeinträchtigung durch schwierige Stimmverhältnisse. Zusammen mit den Mitwirkenden umfaßt die Zahl der Anwesenden etwa 30, dazu müßte man auch acht Personen rechnen, die nach kurzem Vorbeischauen aufgegeben haben bzw. gleich in der “Alten Post” geblieben sind. Während der Himmel immer hellgrauer wird, bleiben die Temperaturen unsommerlich. Man läßt es sich aber nicht verdrießen und hat sogar seinen Spaß daran, über die vorsorglich von Herrn Körner ausgelegten Filzbahnen zu den festeren Teilen des Untergrundes wie auf Pudding zu schreiten, ohne schmutzig zu werden. Wir müssen rechte Spinner sein, so etwas durchzuziehen, doch konnte man die Wiederkehr zum Irrhain nicht sang- und klanglos versäumen, wenn sich schon die Forstarbeiter solche Mühe gegeben haben, rechtzeitig fertig zu werden.

Mittwoch, 6. Juli 2011, 19 Uhr, Turm

Sprachausschuß

In der von immerhin zehn Personen besuchten Sitzung geht es vor allem um ein Gutachten des Sozialministeriums, das auf Englisch ins Netz gestellt worden war, und um die drohende Einführung einer neuen Grundschrift für Schulanfänger, die auf Zusammenhängen der Einzelbuchstaben unter pseudopädagogischen Erwägungen verzichtet.

Mittwoch, 13. Juli 2011, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Bei drückender Hitze referiert mit projizierten Bildquellen Herr Dr. Hans-Martin Hagen über zwei Nürnberger in Griechenland, nämlich den "Griechen-Haller", von dem am Kalchreuther Schlößchen eine Kopie eines antiken Reliefs stammt, und über Johann Caspar Beeg, der nach dem griechischen Freiheitskrieg dorthin zog und Einfluß auf das Schulwesen in Griechenland ausübte. Die bereits sehr schonende und professionell dokumentierende archäologische Arbeit des ersteren und die linienklaren Zeichnungen des letzteren wirken auf die 17 Zuhörer bedeutend und erfreulich.

2. August 2011

Trauerfall

Am 2. August 2011 verstirbt Herr Rudolf Dumont du Voitel, Mitglied des Blumenordens Nr. 1653, im Alter von 95 Jahren. Er war geboren am 29. 4. 1916 in Nürnberg, besuchte das Melanchthon-Gymnasium; nach dem Krieg war er als einer der ersten Fernsehredakteure Deutschlands in Kiel tätig, später im Pressedienst der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel. Lange Zeit wirkte er als Vorstandsmitglied der Europa-Union und wurde zum Direktor ehrenhalber ernannt. Neben diesen politischen Geschäften, die andere aufgerieben hätten, pflegte er seine musischen Interessen, etwa seine angenehm volltönende, ausgebildete Stimme, und veröffentlichte Lyrik. Er wurde in den Blumenorden aufgenommen im Oktober 1993. Für ihn setzte er sich immer wieder ein, etwa, indem er einen Vortrag hielt, zu den "Mitteilungen" besteuerte, beratend am Festausschuß für das Jubiläum 1994 teilnahm, später am Literarischen Beirat. Ferner arbeitete er im Satzungsausschuß mit, ab 2003 im Sprachpflegeausschuß, und fungierte mehrfach als Wahlleiter bei Vorstandswahlen. Seinen 95. Geburtstag beging er noch am 30. April in großem Kreis von Verwandten und Freunden im Grand Hotel; leider kam man dort schon am 11. August wieder zusammen,  nach seinem Trauergottesdienst in der evangelisch-reformierten Kirche St. Martha, in der er bereits getauft worden war. Ein erfülltes, abgerundetes Leben in vorbildlicher menschlicher Haltung steht uns vor Augen.

1. September 2011

Neuaufnahmen

Als Mitglieder 1763 bis 1766 begrüßen wir: Frau Eveline Kaliwoda, Herrn Michael Lösel, Frau Jutta Satorius und Herrn Helmut Wiegel.

Montag, 5. September 2011, 12 bis 13 Uhr

Vorgänge im Irrhain

Herr Kügel kommt zufällig dazu, wie Herr Förster Hadwiger gerade zwei Baumspezialisten erklärt, welche Bäume wie beschnitten werden sollen. Es stellt sich heraus, daß bereits an die 60 Bäume bei einer kürzlichen Begehung einer Gruppe von Forstleuten und Naturschützern blau markiert worden sind. Die Maßnahme wird am 7. September beginnen. Dadurch werden die sorgenvollen Überlegungen hinfällig, wie der Blumenorden die 23000 € des Voranschlags von Herrn Grasmeier aufbringen solle, und dazu auch der Auftrag an ihn, teilweise anzufangen, den Herr Wiegel, der neue Ordensrat für den Irrhain, in Aussicht gestellt hatte. Herr Kügel setzt sich umgehend mit Herrn Wiegel in Verbindung, damit dieser sich noch mit dem Herrn Betriebsleiter Blank in Verbindung setze, um gewisse Zweifelsfälle zu erörtern. Daraus wird aber nichts, denn die Absichten des eigentlichen Grundstückeigentümers stehen fest. Der Blumenorden darf froh sein, daß der Irrhain ohne sein Zutun wieder verkehrssicher wird.

Freitag, 9. September, bis Sonntag, 11. September 2011

Jahrestagung der ALG in Berlin

Den Beginn bildet eine Führung auf dem Dorotheenstädter Friedhof mit seinen zahlreichen Gräbern von Prominenten, auch Schriftstellern, und der nahegelegenen letzten Wohnung Brechts. Lesungen und Podiumsdiskussionen stehen wie jedes Jahr auf dem Programm, und die Verbandsangelegenheiten finden statt im Literaturhaus beim Kurfürstendamm. Erneut bietet sich Herrn Kügel Gelegenheit zu manchen Gesprächen mit Vertretern anderer Literarischer Gesellschaften.

Montag, 12. September 2011

Neunhofer Schloßfest

Dr. Kügel vertritt den Orden bei dem Empfang, den die Erbengemeinschaft des Schlosses Neunhof anläßlich des Kirchweihausklangs alljährlich gibt, und bespricht sich mit Herrn OB Dr. Maly, Herrn Förster Schießl, Herrn Pfarrer Kopp, Frau Dr. Spille vom Denkmalamt Worms und einem der Herren von Löffelholz.

Samstag, 17. September 2011, Treffpunkt: 8:00 Uhr, Endhaltestelle Thon

Herbstfahrt

27 Personen füllen den 30-Personen-Bus beinahe aus, den Herr Körner schon vor geraumer Zeit zu einem günstigen Tarif gemietet hat. Die Fahrt geht nach Frankfurt, wo die Gruppe als körperschaftliches Mitglied des Freien deutschen Hochstifts im Goethehaus von Frau Dr. Schuhmacher freundlich willkommengeheißen und ohne Eintrittsgeld zu zwei parallelen Führungen aufgeteilt wird. Danach bleibt Zeit für Mittagessen nach freiem Ermessen in unterschiedlichen Restaurants, Stadtbummel in kleinen Gruppen, zum Beispiel auch zum jenseitigen Museumsufer, wo an diesem Tag ein alljährliches Straßenfest stattfindet, zuletzt zum Kaffeetrinken in der Nähe des wartenden Busses, der ab 17 Uhr die Gruppe wieder nach Nürnberg bringt. Der Ausflug steht im Hinblick auf das Laufpensum und die Entfernung des Zielorts in bewußtem Gegensatz zu dem vorigjährigen; für das kommende Jahr ist zur Abwechslung wieder ein näheres Ziel geplant.

Mittwoch, 21. September 2011, 19 Uhr, Turm

Sprachausschuß

Acht Teilnehmer besprechen sich unter dem Vorsitz von Herrn Paulwitz über eine erfolgreiche Glosse über die Fehlschreibung „Irrhein“, welche Herr Paulwitz verfaßt hat, außerdem über didaktische Sprachspiele von Harsdörfer bis zur Phrasendreschmaschine und öffentliche Vorgänge sprachpflegerischer Art.

Samstag, 24. September 2011, 19 Uhr, Turm

Gemeinschaftsveranstaltung

Herr Kleinert stattet dem Blumenorden einen Gegenbesuch ab, nimmt bei Herrn Kügel Quartier, der ihn am Freitag, Samstagvormittag und Sonntag ein wenig die Stadt und den Irrhain zeigt, und gestaltet dann mit Herrn Körner und Herrn Kügel zusammen einen Abend mit dem Titel “Im Spiel mit der Sprache”, eine Gemeinschaftsveranstaltung des Pegnesischen Blumenordens und des Franz-Fühmann-Freundeskreises Berlin. Vorgestellt werden Texte aus “Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel”, “Pegnesisches Schäfergedicht”, “Die Nymphe Noris”, “Die betrübte Pegnesis” u.a. mehr. Es sind leider nur 11 Zuhörer anwesend.

Dienstag, 27. September 2011, nachmittags

Irrhainpflege

Herr Wiegel und Herr Kügel entnehmen Mineralbeton von dem Haufen, den die Forstbetriebe an der Neuen Waldbühne abgeladen haben, und fangen an, die Wege um diese und zum historischen Irrhain abzustecken und zu befestigen.

Mittwoch, 28. September 2011

Irrhainpflege

13:30 Uhr bis 15:30 Uhr: Herr Kügel führt die Arbeit fort.

Präsentation im Caritas-Pirckheimer-Haus

Die bildende Künstlerin Anja Kunz stellt Graphik und Gemälde vor, teils projiziert, teils ausgelegt, welche auf ihre Erfahrungen in einem anatomischen Kurs an der Erlanger Universität hervorgegangen sind. Man hätte sich vor diesen ästhetischen und würdigen Darstellungen nicht zu entsetzen gehabt, doch sind leider nur sieben Personen insgesamt anwesend.

Donnerstag, 29. September 2011

Irrhainpflege

9:30 Uhr bis 13:00 Uhr: Herr Kügel führt die Arbeit fort und befaßt sich vor allem mit der Befestigung eines runden Platzes für Musiker seitab der Bühne.

Dienstag, 4. Oktober 2011, 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr, Irrhain

Irrhainpflege

Herr Kügel stellt den Verbindungsweg zum historischen Irrhain fertig.

Mittwoch, 5. Oktober 2011, 19 Uhr, Turm

Erzählung

Es erscheint als Tiefpunkt des Publikumsinteresses, daß nur fünf Anwesende Holger Trautmanns freie, aber textgetreue Nachgestaltung der Erzählung Arthur Conan Doyle’s, “Der Hund der Baskervilles”, anzuhören bereit sind. Sie können sich davon überzeugen, daß es nicht an der Darbietung liegt.

Freitag, 7. Oktober 2011

Irrhain-Begehung

Herr Wiegel nimmt an einer Begehung teil, die Vertreter der Forstbehörden und der Naturschutzbehörden angesetzt haben, um sich vom Abschluß der Verkehrssicherungsarbeiten ein Bild zu machen. Es fällt auf, daß gerade die Naturschützer keinen Begriff davon zu haben scheinen, daß sich auch wieder etwas ändern könnte, und den offenbar widerwillig erlaubten Status quo in allen Einzelheiten festschreiben wollen.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Muse[e]nlesung in der Tafelhalle

Zur zweiten derartigen Lesung (die Premiere war am 25. September gewesen) hat nun auch der Präses mit seiner Ehefrau Zeit und nimmt mit großer Freude die gelungenen Textdarbietungen von Günter Körner, Michael Lösel, Holger Trautmann und anderen wahr, die unter dem Thema “Fleiß und andere Kostbarkeiten” passend zu den Ausstellungsstücken verfaßt worden sind. Diese Lesungen stehen unter der organisatorischen Leitung von Michael Lösel, der, seitdem er Mitglied ist, diese Serie unter die Aktivitäten des Blumenordens eingereiht hat. Auch hier könnte freilich der Besuch besser sein.

Mittwoch, 12. Oktober 2011, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Dr. Holl, Professor für Informatik an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg, hält schon den dritten Vortrag in einer Veranstaltung des Blumenordens: Die "Deutsche Sphära" des Kunz von Megenberg. Ein Astronom aus Mittelfranken im Spannungsfeld zwischen der Freude an Beobachtung und dem Leid mathematischer Modellierung. Der Regensburger Domherr Konrad von Megenberg, eigentlich Mäbenberg bei Georgensgmünd, hat das alte geozentrische Weltbild auf einem Stand dargestellt, der vor Kepler in mathematischer Hinsicht stimmiger war als das heliozentrische des Kopernikus. Leider haben sich seine sehr anschaulichen deutschen Bezeichnungen astronomischer Sachverhalte in der Wissenschaft nicht durchgesetzt. Und, leider! sind auch wieder nur fünf Zuhörer anwesend. Werden unsere Literaturfreunde kopfscheu, sobald sie nur “Mathematik” im Programm lesen?

Mittwoch, 19. Oktober 2011, 12:30 Uhr, Irrhain

Begehung

Diesmal sind es die Denkmalschützer des Landkreises Erlangen-Höchstadt, mit denen sich Herr Kügel trifft, um wegen der geplanten Steinsanierung durch die Firma Monolith zu einer Lagebeurteilung zu kommen. Herr Dr. Wenderoth als der übergeordnet Zuständige ist dem Anliegen gegenüber aufgeschlossen, Herr Udo Fröhlich von der Erlanger Dienststelle nicht minder. Die Vertreterin der Firma stellt für dieses Jahr aus klimatischen Rücksichten noch keinen Arbeitsbeginn in Aussicht, doch die Abrufung der genehmigten Mittel und der Nachweis ihrer Verwendung liegen im Rahmen des Machbaren. Nicht zuständig erklärt sich die Behörde im Fall der sicherheitshalber abgenommenen Seidelschen Tafel, und zwar wegen des geringen Umfangs der veranschlagten Kosten. Nach der Begehung spricht Herr Kügel den Landwirt Dworschak wegen des Pumpenhäuschens bei der Neuen Waldbühne an, das Herr Blank als Ersatz für die Blechhütte vorgeschlagen hat, erfährt jedoch, daß es erstens als Lagerraum ungeeignet und zweitens noch in gelegentlicher Benutzung zum Bewässern ist.

Sonntag, 23. Oktober 2011, 12 Uhr bis 15:30 Uhr, Irrhain

Besprechung und Grillen

Herr Platzer, Herr Wiegel, Herr Ciolek und Herr Kügel erörtern die neueren Entwicklungen und gönnen sich das späteste Grillen des Jahres.

Mittwoch, 26. Oktober 2011, 12 Uhr bis 15:30 Uhr, Irrhain

Abholung einer Tafel

Herr Kügel trifft sich um 14 Uhr mit dem Kunstschreiner Lenk, den Herr Wiegel vorgeschlagen hat, bei der Hütte. Dieser begutachtet die ziemlich mitgenommene Aufhängung der Seidelschen Tafel und gibt einen ungefähren Kostenvoranschlag. (Am 2. Dezember wird die Tafel dann abgeholt.)

Mittwoch, 2. November 2011, vormittags

Irrhainpflege

Herr Ippisch und Herr Kügel versetzen einige besonders störende Verschnitthaufen etwas weiter vom Hauptweg auf die Seite und von der westlichen Schutzhecke weiter nach innen. Sie stellen fest, daß die Beton-L-Steine sämtlich entfernt worden sind und daß mit dem Rest des Mineralbetons die Wege nahe bei der Neuen Waldbühne aufgedoppelt und offenbar mit einer Rüttelplatte noch fester planiert worden sind.

Montag, 7. November 2011, nachmittags

Vorgänge im Irrhain

Zum Aufwachsen einer blickdichten Schutzhecke bei der Neuen Waldbühne sind die ersten Anstalten gemacht worden, indem Sträucher längs dem Fahrweg gepflanzt und mit einem provisorischen Zaun umgeben worden sind.

Mittwoch, 9. November 2011, 19 Uhr, Turm

Irrhainabend

Günter Körner, Helmut Wiegel und Werner Kügel gestalten mit Videoprojektion einen Abend unter dem Titel “Der Irrhain des Pegnesischen Blumenordens — gestern, heute, morgen; oder: Es geht wieder aufwärts mit dem Irrhain”. Werner Kügel berichtet über frühere Nutzung, Günter Körner stellt die Probleme dar, die es in ökologischer Hinsicht gab und gibt, Helmut Wiegel stellt sein Parkpflegekonzept vor und berichtet über die Maßnahmen, die von seiten der Forstbehörden, des Denkmalschutzes und des Blumenordens neulich eingeleitet worden sind. Unter den 15 Zuhörern befinden sich Herr Prof. Rusam, Herr Ebner, Herr Ciolek und Prof. Dr. Hauer, ein neuer Kollege von der Ohm-Hochschule.

Samstag, 12. November 2011, Irrhain

Pfadfinder-Singeabend

Auf dem runden Platz bei der neuen Waldbühne stellen Pfadfinder verschiedener Sippen aus Nürnberg, Fürth und Eckental eine Jurte auf, allerdings erst nach Einbruch der Dunkelheit, aber sehr routiniert. Darin entzünden sie schnell zusammengesuchtes Feuerholz, um für ihren Liederabend und das anschließende Übernachten vor der Kälte von minus einem Grad und darunter geschützt zu sein. Ursprünglich sind es 10 Personen, die Dipl.-Psych. Barbara Kügel zusammengerufen hat, und zum Übernachten bleiben noch sieben.

Mittwoch, 16. November 2011, 18 Uhr, Turm

Besprechung

Herr Körner, Herr Platzer und Herr Kügel treffen sich zu einer Sichtung der Finanzen des Blumenordens. Sie kommen zu dem Schluß, daß an ein Weiterführen des Zaunes an der Irrhain-Nordseite noch nicht gedacht werden kann. Für die von Herrn Dr. Pröbstle angeregte Feier zur Wiedereröffnung des Irrhains wird man an die 3000 € wenden müssen, oder mehr.

Mittwoch, 23. November 2011, 19 Uhr, Turm

Sprachausschuß

Sieben Personen treten zum Sprachausschuß zusammen und befassen sich zunächst mit der Unterschriftensammlung zur Erhaltung der Schreibschrift, mit der Petition zur Aufnahme des Deutschen als Landessprache ins Grundgesetz und der Stellungnahme des Rechtsauschusses des deutschen Bundestages zur Zulassung des Englischen als zweiter Rechtssprache vor deutschen Gerichten. Die ungeschickte Antwort des Pressebeauftragten der Drogeriekette Schlecker auf Beanstandungen eines halbenglischen Werbespruches gibt Anlaß zur Heiterkeit. Außerdem überblickt man einige Formen der lehrhaften Sprachspiele.

Sonntag, 27. November 2011, Maritim-Hotel

Adventsfeier

Mit kurzer Begrüßung durch den Präses und dem ersten Satz „Allegro vivace assai“ aus dem Streichquartett B-Dur, KV 458 ("Jagdquartett") von W.A. Mozart beginnt die traditionelle Adventsfeier des Blumenordens. Es folgt die Ansprache des Geschäftsführers für Grundsicherung der Regionaldirektion Bayern in der Bundesagentur für Arbeit, Dr. Günther Schauenberg. Er weist auf die noch bestehenden Unsicherheiten der Arbeitnehmer und Arbeitslosen hin und versichert, daß seine Behörde sich verantwortlich fühle und verhalte, dabei aber auch den Appell an andere Verantwortliche nicht vergessend. Nach dem 3. Satz „Adagio“ des Streichquartetts trägt Pfarrer Werner Saemann seine Adventsgedanken vor. Sie laufen auf eine ungewöhnliche, aber aus der Situation der heutigen Glaubensprobleme sehr ansprechende Negativtheologie hinaus, die im Unterschied zu anderen Weltreligionen die Menschennähe Gottes gerade aus seinem Tod ableitet. Der 4. Satz „Allegro assai“ beendet den geplanten Teil der Veranstaltung und leitet zu freiem Gespräch über. Die musikalische Gestaltung oblag wieder Juliane Göldner-Kügel (1. Violine), Dr. Werner Kügel (2. Violine), Dr. Dieter Jäpel (Viola) und Rudolf Grimm (Violoncello). Die 38 Anwesenden zeigen sich zufrieden mit den wieder zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, was den Präses veranlaßt, gleich für das nächste Jahr zu buchen.

Mittwoch, 7. Dezember 2011, Jakob-Muffel-Straße

Ein 90. Geburtstag

Am 5. Dezember 2011 konnte Frau Leonore Köstler, zeitweilige Schriftführerin und langjährige Irrhainpflegerin, in bester geistiger Verfassung ihren 90. Geburtstag feiern. Am 7. Dezember statteten ihr der Präses und der Schatzmeister einen Besuch ab und überreichten Blumen sowie eine Flasche Prosecco.