Chronik 2012

Sonntag, 15. Januar 2012, 11:00 Uhr, Spielzeugmuseum

Mus[e]en-Lesung

Unter dem Titel „Püppchen & andere Miniaturen“ hat die Mus[e]en-Lesung Premiere im Spielzeugmuseum. Die Projektgruppe, bestehend aus Michael Lösel, Günter Körner, Holger Trautmann, Paul S. Wolff und Dieter Diehnelt, führt durch das Haus. Gleichzeitig wird das zweite gleichnamige Taschenbuch (Tümmels-Verlag) der Projektgruppe vorgestellt.

Mittwoch, 18. Januar 2012, 19:00 Uhr, Weinkeller des Caritas-Pirckheimer-Hauses

Pegnesen lesen Heiteres

12 Teilnehmer zählt die Runde. Günter Körner trägt Texte aus dem Fundus der Museenlesungen vor, Petra Schneider geschickte sprachspielerische Etüden, Gottfried Reiß und Günter Stössel das ihnen jeweils eigene Erfolgreiche; Frau Begiebing erfreut mit hintersinnigen Texten, Herr Kügel liest aus Gregor von Rezzoris „Maghrebinischen Geschichten“, aus den Bremer Anekdoten „Hinter Rolands Rücken“ von Karl Lerbs und aus einem eigenen Urlaubstagebuch. Das Ende der Veranstaltung rückt nahe an Mitternacht.

Mittwoch, 25. Januar 2012, 19:00 Uhr, Turm

Lesung

Holger Trautmann trägt vor 24 begeisterten Zuhörern vier Erzählungen von Edgar Allan Poe frei vor.

Trauerfall

Am 27. 1. 2012 verstirbt Frau Anke Geiger, Mitglied Nr. 1679, im 79. Lebensjahr. Sie war geboren am 28. 4. 1933, Ehefrau von Johannes Geiger (3. Ordensrat, Nr. 1589), in der evangelischen Frauenarbeit in Bayern führend tätig, und organisierte  über den Deutschen Evangelischen Rundfunkdienst landesweite Medienbeobachtungsgruppen. Als Vorsitzende des Nürnberger Deutschen Evangelischen Frauenbundes hat sie über ihre Mitglieder traditionell enge Verbindungen zum Orden gehabt. (Sie hat auch am 12. April 1994 einen Vortrag bei uns gehalten.) Sie veröffentlichte Aufsätze zur Verbandsarbeit, gab Andachtstexte und Kommentare heraus im Sinne einer verantwortlichen Mitarbeit von Frauen in der Kirche und Gesellschaft. Aufgenommen wurde sie am 1. 5. 1996 und arbeitete regelmäßig im Sprachpflegeausschuß mit. Sie regte die Schallaufzeichnung aussterbender Dialekte an, die während des Jahres 2006 im "Haus der Heimat" durchgeführt wurde. Zu ihrer Beerdigung auf dem Rochusfriedhof am 2. 2. 2012 erscheinen mehrere Ordensmitglieder, darunter der Präses.

Sonntag, 29. Januar 2012, 11:00 Uhr, Spielzeugmuseum

Mus[e]en-Lesung

Unter dem Titel „Püppchen & andere Miniaturen“ führt die Gruppe der Mus[e]en-Lesung, bestehend aus Michael Lösel, Günter Körner, Holger Trautmann, Paul S. Wolff und Dieter Diehnelt, durch das Spielzeugmuseum.

Dienstag, 31. Januar 2012

Zum Archiv des P.Bl.O. im Germanischen Nationalmuseum werden wieder einmal fünf Leitz-Ordner voller Briefwechsel und Akten eingeliefert.

Mittwoch, 1. Februar 2012, 19:00 Uhr, Lenbachstraße 5

Sprachausschuß

Wegen einer Temperatur von minus zehn Grad, gegen die der schwächliche Ofen im Turm nicht ankäme, trifft man sich in der Wohnung des Präses. Neun Teilnehmer befassen sich mit den Themen „Erhaltung der Schreibschrift“, „Volksduden“, „Unwort des Jahres“ und „Kietzdeutsch“.

Sonntag, 5. Februar 2012, Gemeinschaftshaus Gartenstadt

Eintrichterung

In der Gala-Festsitzung des Karnevalsvereins „Nürnberger Trichter“ wird Günter Stössel der symbolischen Eintrichterung unterzogen. Dabei ist mehrfach von Georg Philipp Harsdörfer und dem Blumenorden die Rede.

Mittwoch, 8. Februar 2012, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Jahreshauptversammlung

Erschienen sind 7 Personen, den Vorsitz hat Dr. Kügel.

Der Präses gibt eine kurze Standortbestimmung des Ordens, in der er auf die Standortbestimmung des Ordens, in der er auf die Entwicklung des Mitgliederbestandes (115 im Januar 2010), die Angliederung der Museenlesungen und das Bild des Ordens nach außen eingeht.

Frau Fink verliest aus dem Jahresbericht 2011, welcher den Teilnehmern vorliegt, die Texte zum Gedenken an verstorbene Mitglieder. Es wird beschlossen, daß der Jahresbericht ins Internet gestellt wird.

Herr Direktor Platzer gibt Aufschluß über die finanziellen Verhältnisse des Ordens. Die Buchhaltung ist zuvor außerdem von Herrn Thomas Wirkner und Frau Köstler überprüft worden. Die Buchprüfer haben erklärt, daß alles ordnungsgemäß verzeichnet ist.

Die Einnahmen im Jahre 2011 beliefen sich auf 11563,06 €, davon sind allerdings 6100 € ein Zuschuß des Landesamts für Denkmalpflege zu der Sanierung der Denkmäler und des Portals im Irrhain; an Beiträgen liefen 3132 € ein, an Spenden 1065 €. Die Ausgaben erreichten 8625,64 €. Im Grunde hat der Orden damit ein Defizit gemacht. Das Vermögen ist um 2000 € geringer anzusetzen, als es die Bücher ausweisen, weil dieser Betrag nur zum Durchlauf an die Organisation der Museenlesungen bestimmt ist. Der Blumenorden wird dennoch seine satzungsgemäßen Aufgaben im Jahr 2012 erfüllen können. Größere Projekte, wie die Fortführung des Zaunes an der Nordseite des Irrhains, müssen noch zurückgestellt werden.

Herr Ebner stellt den Antrag auf Entlastung der Vorstandsmitglieder. Diese wird bei Enthaltung des Vorstands von allen übrigen Anwesenden gewährt. Frau Kaliwoda spricht im Namen des Ordens den Dank für die geleistete Arbeit aus.

Folgende Namen werden zum Eingravieren auf der von Herrn Grieb gestifteten Stele vorgeschlagen: Herr Wilhelm Malter, Herr Hans Recknagel, Herr Pfarrer Horst Gloßner, Frau Dr. Elisabeth Wolf. Die Auswahl dieser verstorbenen Mitglieder aus einer größeren Anzahl von Vorschlägen erfolgt aufgrund eines Memorandums, das Herr Grieb dem Präses hat zugehen lassen.

Sonntag, 12. Februar 2012, 11:00 Uhr, Spielzeugmuseum

Mus[e]en-Lesung

Unter dem Titel „Püppchen & andere Miniaturen“ führt die Gruppe der Mus[e]en-Lesung, bestehend aus Michael Lösel, Günter Körner, Holger Trautmann, Paul S. Wolff und Madeleine Weishaupt, die Holger Trautmann vertritt, durch das Museum.

Mittwoch, 15. Februar 2011

Lesung im Turm

Leider sind — unverdienterweise — nur fünf Personen zu der Lesung gekommen, die Margaret Mead unter dem Titel „Zwischen Tag und Nacht“ aus neuseeländischen und anderen Erfahrungen zu hören gibt.

Trauerfall

Am 20. 2. 2012 verstirbt Herr Manfred H. Grieb, Mitglied Nr. 1682, im 80. Lebensjahr. Er war geboren am 6. 2. 1933 in Würzburg, durchlief 1947-50 eine kaufmännische Lehre und gleichzeitig Fremdsprachenstudien (Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch) in Würzburg; außerdem nahm er ein Gaststudium der Neuphilologie an der Universität Würzburg auf; 1951-64 war er als Exportkaufmann für die Firma J. S. Staedtler, Nürnberg, tätig, davon 10 Jahre in Südamerika; 1964-69 Verkaufsleiter bei Benedict & Dannheisser, Nürnberg. 1969 machte er sich selbständig und baute die Kette „karten-vitrine“ in Nürnberg, Erlangen, Schweinfurt, und Bamberg auf. 1993 verkaufte er das Unternehmen und war danach eine zeitlang Galerist („Fränkische Bilder-Galerie Grieb & Popp ohG“) und Privatgelehrter (Nürnberger Kunst und Kunstgeschichte). In den Blumenorden wurde er aufgenommen am 28. 10. 1996. Er amtierte als Vizepräses von 8. 2. 2000 bis 13. 2. 2008, als er aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Als Frucht jahrelanger Bemühungen gab er das Nürnberger Künstlerlexikon heraus, das am 8. November 2007 mit einer Feier im Großen Rathaussaal der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Ehrenkreuz des Blumenordens erhielt er am 2. Dezember 2007. Er kümmerte sich häufig um die organisatorische Seite der Herbstfahrten. Stiftete 2008 einen Gedenkstein für das Verzeichnen verdienter Mitglieder im Irrhain; gründete im Januar 2009 einen Verein zur Errichtung eines Kulturhistorischen Museums für Nürnberg. Er hat sich nicht nur ein Denkmal errichtet. An seiner Beerdigung auf dem Johannisfriedhof am 27. 2. hielt unter anderen Herr Weingärtner eine bewegende Trauerrede. Der Präses hatte einen Kranz im Namen des Blumenordens beigesteuert, der viele Blumen in einer Anordnung zeigte, die an den gemalten Kranz im Großen Ordensbuch erinnerte.

Mittwoch, 29. Februar 2012, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Vor 22 Personen hält Herr Ludwig Engelhardt einen Lichtbildervortrag über die Zerstörung Nürnbergs. Der Referent stützt seine Erläuterungen auf Bild- und Filmdokumente aus einem US-amerikanischen Archiv sowie Aufzeichnungen eines Kirchenpflegers von St. Lorenz.

Trauerfälle

Am 3. 3. 2012 verstirbt Herr StD i.R. Alfred Raab, Mitglied Nr. 1724, im 87. Lebensjahr. Er war geboren am 4. 11. 1925 in Nürnberg. Nach Volksschule, Abitur, Wehrdienst, Kriegsende wurde er Dolmetscher und Übersetzer. Sein Studium in Erlangen und Nürnberg umfaßte Sprachen und Wirtschaftswissenschaften. Zunächst arbeitete er als Leiter von Dolmetscherkursen an der Atlas-Sprachschule Nürnberg, dann als Lehrer an drei weiterführenden Schulen in Nürnberg. Als Mundartautor veröffentlichte er u.a.: Max und Moritz, zwei Fassungen; Struwlbeda; Unsä Göte. Seit 1953 war er Geschäftsführer des Filmklubs Nürnberg und freier Mitarbeiter der Nürnberger Nachrichten im Bereich Film- und Fernsehkritik. Als Dozent an der Volkshochschule unterrichtete er Deutsch, Englisch sowie Esperanto und hielt Seminare zur Rechtschreibreform für verschiedene Auftraggeber. In den Blumenorden aufgenommen wurde er am 1. Juni 2004 und fungierte als Ordensrat für die Sprachpflege von 28. 1. 2004 bis 18. 2. 2009. Einige seiner Werke fanden Aufnahme in die Ordensbibliothek.

Am 11. 3. 2012 verstirbt Frau OStR i.R. Ida Junginger, Mitglied Nr. 1342, im 101. Lebensjahr. Sie war geboren am 3. 4. 1911 in Nürnberg und wurde in den Blumenorden aufgenommen im Jahr 1939. Als Kunsterzieherin arbeitend, machte sie sich im Orden verdient durch Ausschmückungen von Feiern und durch Stiftung eines selbstgefertigten künstlerischen "Hansels" (einer Sammelbüchse). Bis ins hohe Alter blieb sie aktiv in Vereinen, blieb dem Blumenorden eine Weile fern, besuchte aber seit 2006 wieder Ordensversammlungen und hielt im Oktober 2007 einen Vortrag über den Maler Carl Blechen. Zur Feier ihres 100. Geburtstages rezitierte Godehard Schramm und gratulierte der Oberbürgermeister. Sie hat in ganz persönlicher Weise dem Orden Ehre gemacht.

Sonntag, 11. März 2012, 11:00 Uhr, Spielzeugmuseum

Mus[e]en-Lesung

Unter dem Titel „Püppchen & andere Miniaturen“ führt die Projektgruppe durch das Spielzeugmuseum. Zum ersten Mal ist Susanne Rudloff dabei, die Dieter Diehnelt vertritt.

Mittwoch, 14. März 2012, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag und Musik

Im Caritas-Pirckheimer-Haus trägt Carl-Heinz Demuß vor 19 Personen aus seinen Erkundigungen über Goethe vor; Günter Stössel läßt sich auf der Gitarre hören.

Samstag, 24. März 2012

Irrhain-Einsatz

Marquart Ciolek mit einer Begleiterin, Helmut Wiegel, Irmgard Schwemmer, der Präses, eine Pfadfinderin und sechs Wölflinge machen sich säubernd und ordnend über den Irrhain her.

Sonntag, 25. März 2012, 11:00 Uhr, Spielzeugmuseum

Mus[e]en-Lesung

Unter dem Titel „Püppchen & andere Miniaturen“ führt die Projektgruppe durch das Spielzeugmuseum. Bei den letzten beiden Terminen konnten jeweils über vierzig Besucher gezählt werden.

Mittwoch, 28. März 2012

Arbeiten im Irrhain

Herr Kügel nimmt eine Ladung Kalksplitt entgegen und bemerkt dabei, daß Mitarbeiter der Firma Monolith darangegangen sind, Steinsanierung an Portal und Denkmälern zu betreiben.

Trauerfall

Am 3. 4. 2012 verstirbt Frau Eleonore von Herford, Mitglied Nr. 1485, im 91. Lebensjahr. Sie war geboren am 16. 8. 1921 und trat dem Blumenorden 1953 als Ehefrau des Präses Dr. von Herford bei. 1969 sah sie keine Veranlassung mehr, Mitglied zu bleiben, doch ist sie uns keine Vergessene.

Dienstag, 3. April 2012, bis Donnerstag, 5. April 2012

Arbeiten im Irrhain

Herr Franz Ippisch und Werner Kügel befestigen wieder Wege mit Kalksplitt; am Ende sind noch etwa 15 Schubkarrenladungen übrig.

Mittwoch, 11. April 2012, Turm

Gebrüder-Grimm-Abend

Vor 11 Zuhörern spricht Christian Berkenkamp, Erzähler aus Bamberg, über Grimms Märchen anläßlich der Erscheinung der Urfassung vor 200 Jahren. Er zieht die Vorstellung, daß es sich um bloße Aufzeichnungen authentischer Erzählungen von alten Mütterchen handle, begründet in Zweifel und demonstriert, daß die ursprüngliche Fassung rauher und ihre Sprache zum Teil sehr drastisch war.

Sonntag, 16. April, 15:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Die Mus[e]en-Lesungen feiern mit über sechzig (!) Besuchern Premiere im Museum Tucherschloss. Gleichzeitig wird das bisher umfangreichste Taschenbuch der Projektgruppe vorgestellt (Tümmels-Verlag). Die literarische Führung „Scharfe Gerichte & andere Erfolgsrezepte“ wird bis Jahresende den Besucherrekord bei den Mus[e]en-Lesungen halten. Die Projektgruppe besteht derzeit aus: Michael Lösel, Holger Trautmann, Günter Körner, Susanne Rudloff, Madeleine Weishaupt, Vincent E. Noel, Elke Janoff, Wolfgang Dahms und Christoph Kujawa.

Mittwoch, 25. April 2012

Irrhainpflege

Herr Ippisch ist noch einmal aus Weiden angereist, um mit Herrn Kügel das restliche Splittmaterial an der Neuen Waldbühne zu verarbeiten, indem sie die Zuschauerfläche erweitern.

Sprachausschuß im Turm

Ab 19:15 Uhr treffen sechs Personen zusammen, um sich mit folgenden Themen auseinanderzusetzen: „Schreibschrift“, „vulgäres Denglisch“ und die lyrischen Versuche des Gastes, Herrn Gröber, vom Erlanger Theater „fifty-fifty“.

Mai 2012

Neuaufnahme

Als Mitglied Nr. 1767 begrüßen wir Herrn Dipl.-Ing. Marquard Ciolek

Mittwoch, 2. Mai 2012, Caritas-Pirckheimer-Haus

Video-Rückblick

Das Interesse der Öffentlichkeit, aber auch der Pegnesen, an den von Mario Reubel aufgenommenen Szenen aus dem Lebens des Ordens scheint mit 11 Anwesenden einen Tiefpunkt erreicht zu haben. Dabei ist die technische Qualität besser als je.

Mittwoch, 9. Mai 2012, 19:30 Uhr, im Turm

Zweiter Märchenabend

Christian Erik Berkenkamp setzt seine Lesung aus Grimms Märchen in der Urfassung vor 16 Zuhörern fort und wendet sich verstärkt den Texten selber zu.

Freitag, 11. Mai 2012, 16 Uhr bis etwa 19:30 Uhr, Irrhain

Feierliche Wiedereröffnung des Irrhains

Der Innenminister des Freistaats Bayern, Herr Joachim Herrmann, hält die Festrede, Grußworte sprechen Frau Landtagsvizepräsidentin Stahl, Herr Landtagsvizepräsident Rohde, Herr Bezirkstagspräsident Bartsch und Herr Bürgermeister Dr. Klemens Gsell als Vertreter des Oberbürgermeisters, der leider verhindert ist. Eine Gruppe aus dem Telemann-Orchester Nürnberg spielt zur musikalischen Begleitung drei Ritornelle aus der von Harsdörfer und Sigmund Theophil Staden 1644 verfaßten Oper „Seel-ewig“. Die beiden Vertreter des Forstwesens, Herr Dr. Pröbstle und Herr Blank, geben einen Bericht über die geleisteten organisatorischen und handfesten Arbeiten, aus dem hervorgeht, wie schwierig das Durchziehen einer Irrhainsanierung im Schnittpunkt der Zuständigkeiten zweier Landkreise und etlicher Behörden samt ihrer engen Vorschriften eigentlich war. Die verausgabte Summe von etwa 100000 € ist aus der Sicht des Blumenordens schwindelerregend hoch, hätte aber normalerweise nicht das Zusammenkommen einer derart ansehnlichen Versammlung hervorgerufen, wenn wir eben nicht, wie der Präses ausführt, doch ein Volk der Dichter und Denker wären. Michael Lösel vertritt die Dichter des Blumenordens mit Sprechgesang. Nach der Verleihung von Ehrenkreuzen des Ordens an die hochverdienten Forstvertreter schreitet man zum reichhaltigen Buffet am Denkmalplatz. Das neue Mitglied Peter Noventa mit etlichen seiner Angestellten aus der Waldschänke des Tiergartens verwöhnen die Festgäste auf eine Weise, die in keinem Verhältnis zu dem später von ihm abgerechneten Betrag steht. Es handelt sich um eine großzügige Spende der besonderen Art. Die etwa 80 geladenen Festteilnehmer, darunter ein Dutzend aus dem Orden, empfinden die Veranstaltung als höchst bedeutsam und erfreulich.

Mittwoch, 16. Mai 2012, im Turm

Erzählabend

Wieder fasziniert der frei sprechende und schauspielerisch ausgestaltende Erzähler Holger Trautmann, diesmal mit einem selbstverfaßten Text des phantastischen Realismus, 13 Personen, indem er heutigen Nürnberger Schauplatz und kafkaeske Bedrohlichkeit zu einer intensiven Schauergeschichte vereint.

Donnerstag, 17. Mai 2012 (Christi Himmelfahrt)

Pfadfinder-Förderkreisfest im Irrhain

Dank schönem Wetter und gutem Besuch, auch von Ordensmitgliedern, kann das ungewöhnlich vielgestaltige Treiben als Erfolg gelten.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Lesung im Turm

Unter dem Titel „Nachts mit Musen im Museum — Eine Auswahl inspirierter Texte und Lieder mit Gitarrenbegleitung“ versammelt Michael Lösel 15 Personen um sich, die meisten allerdings aus seinem festen Bekanntenkreis, und man hätte dem Abend gemäß der zeitigen Ankündigung aller unserer Veranstaltungen im Literaturspiegel und dem Internetauftritt des Kulturreferats und natürlich auch des Blumenordens mehr Besucher gewünscht.

Dienstag, 5. Juni 2012, 18 Uhr, im Haus des Schatzmeisters

Besprechung

Bei Herrn Platzer in Fischbach treffen Herr Körner, Herr Ciolek und Herr Kügel zusammen, um das weitere Vorgehen im Irrhain nach dem Sicherschnitt ins Auge zu fassen. Herr Wiegel mußte leider absagen. Nach den Ausgaben für das Fest vom 11. Mai fehlt es an flüssigen Mitteln, aber die Ziele sind unverändert.

Mittwoch, 6. Juni 2012, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Helge Weingärtner M.A. trägt seinen Vortrag „Die Totentafeln der Familie Holzschuher in der Sebalduskirche“ nun auch im Blumenorden vor 17 Personen vor, von denen eine Dame, Frau Aßfalg, von der Nürnberger Zeitung gekommen ist. Die gediegenen Ausführungen und Beweisführungen lassen leider unter anderem erkennen, daß bei der Wiederausstattung der Sebalduskirche mit den geretteten Stücken nicht immer die nötige Sorgfalt beobachtet wurde.

Mittwoch, 20. Juni 2012

Lesung im Turm

Ab 19:30 Uhr ist eine Lesung des bedeutenden Leipziger Lyrikers Andreas Reimann im Caritas-Pirckheimer-Haus angesagt: “Der Trojanische Pegasus”, mit Einleitung von Hans W. Merkel. "Der unbekannteste unter den bedeutenden deutschen Dichtern", wie Karl Corino im FOCUS schrieb, versucht den verengten Blick der hiesigen Literaturliebhaber auf die Kulturlandschaft Mitteldeutschlands zu erweitern. Das muß bei einer Zuhörerschaft von acht Personen trotz der Werbebemühungen des Blumenordens und Herrn Merkels leider als mißlungen bezeichnet werden. Beim anschließenden Abendimbiß vor dem Literaturhaus sucht ein vergrätzter Andreas Reimann die Schuld bei der Arroganz der Westdeutschen. Man unterläßt es, ihn zu fragen, wer denn in Leipzig käme, wenn einer unserer tüchtigen Schriftsteller aus Nürnberg angekündigt wäre. Noch dazu haben es Lyriker immer schwerer als Romanciers oder Dramatiker.

Sonntag, 24. Juni 2012

Rosenfest im Irrhain

Nach Anfrage beim Präses feiert die Loge „Zur Wahrheit im Orient“ ihr alljährliches Rosenfest am Denkmalplatz des Irrhains mit Ansprachen und Imbiß.

Mittwoch, 27. Juni 2012

Sprachausschuß im Turm

Immerhin neun Teilnehmer sind versammelt, um sich mit folgenden Themen zu befassen: „Köthener Sprachtag 2012“, „sprachliche Ungenauigkeit im Regelwerk des Fußballspiels“, „Harsdörfers fünffacher Denkring“. Letzterer erscheint nach dem Referat Herrn Körners mysteriöser als erwartet, weil er eben nicht beliebige Wörter durch mechanische Kombination generieren kann, sondern eher als Stütze des Nachdenkens dient.

Sonntag, 29. April, 15:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Tucherschloss mit „Scharfe Gerichte & andere Erfolgsrezepte“. Starker Besucherandrang.

Sonntag, 13. Mai, 15:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Tucherschloss mit „Scharfe Gerichte & andere Erfolgsrezepte“. Trotz oder gerade wegen des Muttertags starker Besucherandrang.

Sonntag, 27. Mai, 15:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Tucherschloss mit „Scharfe Gerichte & andere Erfolgsrezepte“. Starker Besucherandrang.

Sonntag, 10. Juni, 15:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Tucherschloss mit „Scharfe Gerichte & andere Erfolgsrezepte“. Starker Besucherandrang.

Sonntag, 24. Juni, 15:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Tucherschloss mit „Scharfe Gerichte & andere Erfolgsrezepte“. Abschluss dieser Staffel als die mit dem bisher stärksten Besucherandrang.

Sonntag, 1. Juli 2012

Irrhainfest

Angesichts des regnerischen Wetters verzichten wir von aller Anfang an darauf, das Irrhainspiel auf der Neuen Waldbühne aufzuführen. Man findet sich notgedrungen am herkömmlichen Ort, dem Denkmalplatz, zusammen: Die Hans-Sachs-Spielgruppe der Stadt Nürnberg unter der Leitung von Roland Meißner führt „Der fahrende Schüler mit dem Teufelsbannen“ auf, der Umgang entfällt, unter der Leitung von Alfred Thieg gibt der Chor der Ohm-Hochschule einige Madrigale von Gastoldi zum besten. Chor und Schauspieler sind zusammengenommen zahlreicher als die 25 sonstigen Besucher. Unter ihnen ist erfreulicherweise wieder einmal Prof. Horst Ludwig aus Minnesota, der anschließend bei der Familie Kügel für einige Tage Quartier nimmt. Herr Ciolek sorgt für Aufbau und Getränke, Herr Körner für Laugenbrezen. Man kann nicht immer so viel Glück mit dem Wetter haben wie am 11. Mai, als die Niederschläge unerwartet rechtzeitig aufhörten.

Freitag, 6. Juli 2012, 9:30 Uhr

Irrhainangelegenheit

Von dem Restaurator Lenk nimmt Herr Kügel die wiederhergestellte Tafel zum Gedenken an Diakon Seidel entgegen und verwahrt sie vorläufig in der Hütte.

Mittwoch, 11. Juli 2021, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Dr. Hartmut Frommer hat leider nur 10 Personen als Zuhörer, als er über das Egider Stadtquartier und das Salzmarkt-Viertel referiert. Anhand von Bildausschnitten aus alten Stadtplänen werden die religiösen, rechtlichen und kulturellen, sowie auch die sozialen und ökonomischen Wurzeln unserer Stadt deutlich gemacht.

Mittwoch, 18. Juli 2012, 19:30 Uhr im Turm

Vortrag

Prof. Dr. Dirk Niefanger, der in Erlangen einen Lehrstuhl im Rahmen der Neueren deutschen Literaturwissenschaft innehat, beleuchtet vor leider nur neun Personen das disharmonische Eheleben des zweiten Präses, Sigmunds von Birken. Die Quellen vermitteln ein sehr buntes Bild alltäglicher Auseinandersetzungen im 17. Jahrhundert.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Irrhainführung

Herr Wiegel und Herr Kügel bieten einer Gruppe des Lions Club, insgesamt etwa 40 Personen, ab 19:30 Uhr eine ausgiebige Irrhainführung. Die beiden werden nicht nur anschließend zum Abendessen in Neunhof eingeladen, sondern diese Gruppe innerhalb der Lions-Organisation ist auch die erste ihrer Art, die statt der landläufigen Flasche Rotwein eine substantielle Spende an die Ordenskasse überweist.

Trauerfall

Am 29. Juli 2012 verstirbt Herr Pfarrer Wilhelm Horkel, Mitglied Nr. 1667, im Alter von 102 Jahren. Er war geboren am 3. 12. 1909, von 1940 bis 1952 Pfarrer in Dietersdorf bei Nürnberg, zuletzt Krankenhauspfarrer in München. Die Auflagen seiner Werke betragen zusammengenommen über 600000 Exemplare. Auf Betreiben von Georg Prechtel (Nr. 1258) wurde er am 1. Mai 1995 aufgenommen und hielt am 12. März 1996 einen Vortrag zum Gedenken Luthers. Aus Altersgründen und wegen nachlassenden Sehvermögens war er zum 1. 4. 2005 ausgeschieden. Nicht nur unser Mitglied Peter Götz, dessen ältester Freund er war, wird den aufrechten Lutheraner, der gleichwohl an übersinnlichen Phänomenen interessiert war, in liebender Erinnerung behalten.

1. September 2012

Neuaufnahme

Als Mitglied Nr. 1768 begrüßen wir Frau Nadduheide Schmidt.

Mittwoch, 5. September 2012

Irrhainpflege

Herr Körner schneidet die angepflanzten Büsche von überwucherndem Unkraut frei, die im eingefriedeten Bezirk neben der neuen Waldbühne zu einem Sichtschutz heranwachsen sollen. Herr Kügel senst im Bereich des Zuschauerraums und fällt drei Bäumchen. Dann stellt sich Herr Wiegel mit einer Motorsense ein und befreit die Bühne und den Musikerplatz von zu hoch aufgeschossenem Strauchwerk.

Freitag, 7. September, bis Sonntag, 9. September 2012

Jahrestagung der ALG in Göttingen

Herr Kügel vertritt den Blumenorden auf einer Jahrestagung, zu deren Beiprogramm vor allem Führungen zum Gedenken an Georg Christoph Lichtenberg gehören, und findet insbesondere Gelegenheit, die Bekanntschaft mit Herrn Kleinert von der Fühmann-Gesellschaft, mit Herrn Kreutner von der Rückert-Gesellschaft und mit Herrn Dietmar Noering von der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser zu pflegen.

Sonntag, 09. September, 15:00 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Die Sonderveranstaltung der Mus[e]en-Lesungen „Musenküsse & andere Genüsse“ im Fembohaus erlebt trotz des unmuseal schönen Wetters einen großen Besucherandrang. Die Projektgruppe (aus dem Tucherschloss) trägt ausgewählte Texte der bisherigen Führungen vor.

Samstag, 15. September 2012, Treffpunkt: 14:00 Uhr, Tiergarten

Herbstausflug

15 Personen sind erschienen, um zunächst durch die Abteilungen des Nürnberger Tiergartens zu wandeln und sich dann durch den Hinterausgang zu der Buchenklinge am Osthang des Schmausenbucks zu begeben, einer schon von alters her als Ausflugsort beliebten Quellfassung. Dort rezitieren Herr Reiß und Herr Körner aus ihren Werken, letzterer sogar mit Bezug auf die Steinbrüche ringsum. Dann betritt man wieder das Tiergartenareal an der Waldschänke und kehrt bei Herrn Noventa zu einem Abendimbiß ein. Das Wetter ist nicht gerade regnerisch, aber kühl und bedeckt.

Sonntag, 16. September, 14:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Die Mus[e]en-Lesungen haben an einem weiteren neuen Ort Premiere. Im Fembohaus startet die aktuelle Reihe „Erfindergeist & andre große Würfe“. Das gleichnamige Taschenbuch der Projektgruppe (Tümmels-Verlag) wird mit der literarischen Führung vorgestellt. Der Präses besucht eine der Veranstaltungen und kann sich vom guten Zuspruch und Erfolg der qualitätsvollen Texte überzeugen.

Mittwoch, 19. September 2012, 19 Uhr, Turm

Lesung

Es ist eigentlich eine Schande, daß nur 5 Personen erschienen sind, obwohl Herr Dr. Dirk Schindelbeck, eigens aus Freiburg angereist, seine Lesung so anziehend angekündigt hat: Sag es perVers – als Barockdichter im Supermarkt; eine lyrische Zeitreise im Geiste der Pegnitzschäfer. Zu wundern ist dabei nicht, daß die Lesung sich weniger auf die Barockdichtung und deren heutige Parodiemöglichkeiten bezieht, sondern auf den rhetorischen Gleichklang heutiger Werbung mit dem sprachspielerischen Erbe.

Samstag, 22. September 2012

Nachtführung im Irrhain

Dieses Jahr finden die Stadt(ver)führungen erst im Herbst statt. Das Thema „Brücke“ erlaubt eine Auslegung im Sinne der Mehrdeutigkeit des Irrhains. Zur Vorbereitung erscheinen bereits vormittags Helmut Wiegel, Marquart Ciolek, einer von dessen Bekannten und Werner Kügel, um zunächst die restaurierte Seidel-Tafel mit vereinten Kräften wieder anzubringen. Ebenso wird die Gedenktafel für Herrn Geiger, die der Sicherschnitt ihres morschen Baumes beraubt hat, an einen anderen gehängt. Dem Konzept Herrn Wiegels zufolge, der für die westliche Hälfte des Irrhains einen lichten Hain vorsieht, werden etliche Bäume und Bäumchen gefällt. Unglücklicherweise fällt einer, der einen noch stehenden streift, anders als gewünscht und stößt die Urne des Cramer-Steins herunter, die wenigstens in sich unbeschädigt bleibt und wieder aufgesetzt werden wird. Am Nachmittag treffen sieben Pfandfinderinnen und Pfadfinder ein, lagern sich erst an der Neuen Waldbühne, um zwei Stunden lang ihre Lieder zu singen, helfen dann mit, die Illumination des Irrhains mit Lampions und Kerzentüten am Hauptweg vorzubereiten. Die 60 Besucher, die dann von ihnen mit Fackeln von der Bushaltestelle hergeleitet werden, sind von den Eindrücken und der Führung sehr angetan.

Mittwoch, 26. September 2012, 19:30 Uhr

Sprachausschuß im Turm

Nur fünf Personen nehmen teil, auch der Ordensrat für die Sprachpflege ist verhindert, daher übernimmt Herr Kügel sowohl Vorsitz als auch Protokoll. Es geht um Förderung der Vielsprachigkeit in europäischen Gremien, Kommasetzung und die Orientierung der Sprachkritik an übergeordneten Gesichtspunkten.

Donnerstag, 27. September 2012

Irrhainbesuch

Eine Seniorengruppe veranstaltet nach vorheriger Anmeldung zwischen 14 Uhr und 16:30 Uhr ein Picknick am Denkmalplatz des Irrhains. Biertische und –bänke werden von Herrn Kügel aus der Hütte zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 30. September, 14:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Fembohaus mit dem Programm „Erfindergeist & andre große Würfe“. Die Veranstaltung ist immer gut besucht, erreicht insgesamt aber nicht ganz die Besucherzahl des Tucherschlosses.

Mittwoch, 10. Oktober 2012, 19:30 Uhr, Caritas-Pirckheimer-Haus

Vortrag

Prof. Dr. Norbert Oettinger, Erlangen, hat mit dem Titel „Wo kommen unsere Wörter her?“ 20 Zuhörer angelockt und erfreut sie über Erwarten mit seiner wissenschaftlich gediegenen, aber locker-anschaulichen Freilegung der historischen Schichten unserer Sprache.

Donnerstag, 11. Oktober 2012, Irrhain

Vorgang im Irrhain

Ein Mitarbeiter der Firma Baumann, die seinerzeit den von Herrn Grieb gestifteten Stein aufgerichtet hat, ist mit einer Arbeitsbühne und Werkzeugen erschienen, um fünf neue Namen von verstorbenen Mitgliedern einzugravieren, unter denen nun leider schon Herrn Griebs Name selbst ist.

Sonntag, 14. Oktober, 14:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Fembohaus mit dem Programm „Erfindergeist & andre große Würfe“. Die Veranstaltung ist immer gut besucht, erreicht insgesamt aber nicht ganz die Besucherzahl des Tucherschlosses.

Mittwoch, 17. Oktober 2012, 19:00 Uhr

Lesung im Turm

Vincent E. Noël bekommt zu seiner Lesung „Du mit deiner Liebe aus Worten“ vorwiegend Besuch von Kollegen aus der Gruppe der Museenleser, was die Zuhörerschaft auf magere acht bringt. Er trägt aus dem ersten Buch vor, das er noch in Parchim mit deutlichen Anlehnungen an die Gegebenheiten des Ortes verfaßt hat: „Aus der Ballade von Marie und dem ewigen Regen“. Da seine in der Art des inneren Monologes dahinfließende Syntax und darin eingebettete zyklische Wiederholungen das Dargestellte weniger typisch erscheinen lassen als die Darstellung, schließt sich eine lange Erörterung und Zergliederung durch mehrere literaturwissenschaftlich interessierte Zuhörer an.

Mittwoch, 24. Oktober 2012, 19:00 Uhr

Lesung im Turm

Peter Götz, aus Stuttgart angereistes Mitglied, hat 11 Zuhörer mit seiner Kurzgeschichte „Undine in Amazonien“. Diese kommt dank seiner lebendigen Vortragsweise und aufgrund ihrer sprachlichen Geschliffenheit gut an, er läßt es allerdings nicht dabei bewenden, sondern führt die Stoffwahl und einzelne Züge der Handlung auf die anthroposophische Anschauung von Elementarwesen zurück, ohne jene namhaft zu machen.

Sonntag, 28. Oktober, 14:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Fembohaus mit dem Programm „Erfindergeist & andre große Würfe“. Die Veranstaltung ist immer gut besucht, erreicht insgesamt aber nicht ganz die Besucherzahl des Tucherschlosses.

Mittwoch, 31. Oktober 2012, 20:00 Uhr

Lesung im Turm

Drei Mitglieder des Märchenzentrums DornRosen, einschließlich Holger Trautmann, geben sich aus Anlaß des keltischen Allerseelenfestes „Hallowe’en“ mit sinistren Sagen und makabren Märchen die Ehre. Aber auch Literarisches gibt es in neuer Gewandung zu entdecken, von Klassikern der Horrorliteratur wie H. P. Lovecraft bis zu dem hierzulande eher unbekannten Stefan Grabiński. Das Bürgermeisterzimmer ist mit 25 Personen vollständig besetzt, und das trotz eines erhöhten Eintrittsgeldes von 10 €. Ein schöner Erfolg.

Mittwoch, 7. November 2012, 19:00 Uhr

Sprachausschuß im Turm

Acht Teilnehmer, diesmal wieder unter dem Vorsitz des Herrn Paulwitz, nehmen sich folgende Themen vor: „Veranstaltungen und Neuerscheinungen zur Sprachpflege“, „Einzelbeobachtungen“, „Sprachregelungen zur Verhinderung unerwünschter Denkvorgänge“, „Äußerlichkeit der Sprachpflege im Verhältnis zur nötigen Denkpflege“.

Mittwoch, 9. November 2011, 19 Uhr, Turm

Irrhainabend

Günter Körner, Helmut Wiegel und Werner Kügel gestalten mit Videoprojektion einen Abend unter dem Titel “Der Irrhain des Pegnesischen Blumenordens — gestern, heute, morgen; oder: Es geht wieder aufwärts mit dem Irrhain”. Werner Kügel berichtet über frühere Nutzung, Günter Körner stellt die Probleme dar, die es in ökologischer Hinsicht gab und gibt, Helmut Wiegel stellt sein Parkpflegekonzept vor und berichtet über die Maßnahmen, die von seiten der Forstbehörden, des Denkmalschutzes und des Blumenordens neulich eingeleitet worden sind. Unter den 15 Zuhörern befinden sich Herr Prof. Rusam, Herr Ebner, Herr Ciolek und Prof. Dr. Hauer, ein neuer Kollege von der Ohm-Hochschule.

Samstag, 10. November 2012, Lichtenau

Vorbesprechung

Herr Dr. Frommer und der Präses treffen sich mit dem neuen Kulturbeauftragten von Lichtenau, Herrn Obenauf, um die Bedingungen zu besprechen, unter denen eine Gedenkveranstaltung für den Schriftsteller Wolf Klaußner abgehalten werden könnte, der auch Pegnese war.

Trauerfall

Am 16. 11. 2012 verstirbt Herr Prof. Dr. Ulrich Fülleborn, Mitglied Nr. 1700, im 93. Lebensjahr. Er war geboren am 21. April 1920 und gehört somit zu denjenigen Kriegsteilnehmern, die bereits im Alter heutiger Examenskandidaten waren, als sie endlich ein Studium aufnehmen konnten. In Berlin, später in Hamburg, beschäftigte er sich lange Jahre mit Rainer Maria Rilkes Werken, woraus eine mit der Zeit immer berühmter gewordene Dissertation hervorging. Professor Fülleborn gilt als Rilke-Spezialist, hat sich aber auch intensiv mit Grillparzer, Mörike und Stifter auseinandergesetzt. Seine Antrittsvorlesung, als er 1963 den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Erlangen übernahm, handelte dagegen vom barocken Trauerspiel. In mehreren Lehrveranstaltungen über barocke Dichtung hat er auch auf das Weiterbestehen des Pegnesischen Blumenordens hingewiesen. In Vorlesungen über den modernen Roman und als Herausgeber und Deuter der von ihm erst näher bestimmten Gattung des „Prosagedichts” ging er immer wieder der Frage nach, wie der „neuzeitliche Mensch” geworden ist. Im Blumenorden hielt er am 9. 11. 1993 einen Vortrag über Hölderlin. Aufgenommen wurde er am 1. 9. 2000. Es folgte dann am 9. 4. 2003 ein Vortrag über Kleists "Guiscard"-Fragment als Zeichen einer Werk- und Lebenskrise. Anläßlich seines 85. Geburtstags erhielt er bei einer Feier in seinem ehemaligen Erlanger Institut das Ehrenkreuz des Ordens. Er zeigte sich darüber erfreut und besuchte mit seiner Gemahlin das darauffolgende Irrhainfest. Seine wissenschaftlichen Leistungen sind unverloren.

Mittwoch, 14. November 2012, 19:00 Uhr, Caritas-Pirckheiner-Haus

Lesung

Unterstützt von Videosequenzen aus einem Romaufenthalt des Präses liest Ulrike Rauh aus ihrem neuen Buch "Spaziergänge durch Rom" vor 20 begeisterten und Fragen stellenden Zuhörern.

Sonntag, 18. November, 14:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Literarische Führung durch das Fembohaus mit dem Programm „Erfindergeist & andre große Würfe“. Die Veranstaltung ist immer gut besucht, erreicht insgesamt aber nicht ganz die Besucherzahl des Tucherschlosses.

Sonntag, 25. November, 14:30 Uhr, 2012

Mus[e]en-Lesung

Letzte Mus[e]en-Lesung im Jahr 2012, Programm „Erfindergeist & andre große Würfe“. Die aktuelle Projektgruppe, Michael Lösel, Günter Körner, Holger Trautmann, Susanne Rudloff, Madeleine Weishaupt, Vincent E. Noel, Wolfgang Dahms, Elke Janoff und Christoph Kujawa, verabschiedet sich für dieses Jahr.

Sonntag, 2. Dezember 2011, Maritim-Hotel, 14:00 Uhr

Adventsfeier

Mit kurzer Begrüßung durch den Präses und dem ersten Satz „Allegro con brio“ aus dem Streichquartett in G-Dur, op. 54, von Joseph Haydn beginnt die traditionelle Feier im Saal „Kaiser Maximilian“, welcher leider für die lediglich 30 Erschienenen etwas zu groß erscheint. Nachdem erst der Bundestagsabgeordnete für Nürnberg-Süd und Schwabach, Herrn Michael Frieser, und dann der Zweite Bürgermeister Förther die Mitwirkung überraschend absagen mußten, hält die Festansprache Herr Dr. Peter Pluschke, der Umweltreferent der Stadt Nürnberg, der dabei besonders auf den Irrhain eingeht. Es folgt die Auszeichnung dreier Schülerarbeiten aus den Wissenschaftsseminaren mittelfränkischer Gymnasien, und nach dem 2. Satz (Allegretto) verliest Herr Pfarrer Heinrich Weniger von der Egidienkirche eine launige Weihnachtsgeschichte aus eigener Feder anstelle einer besinnlichen Predigt. Dazu paßt der 4. Satz (Presto). Die musikalische Gestaltung liegt in Händen von Juliane Göldner-Kügel (1. Violine), Dr. Werner Kügel (2. Violine), Dr. Dieter Jäpel (Viola) und Dr. Gerhard Behacker (Cello) — die alle schon früh Mitglieder des Telemann-Orchesters Nürnberg gewesen waren und sich dort kennengelernt haben.

Trauerfall

Am 9. 12. 2012 verstirbt Frau Inge Reubel, Mitglied Nr. 1672, im Alter von 88 Jahren. Sie war in Nürnberg am 6. 4. 1924 geboren. In Wien erwarb sie den Abschluß als Dipl.-Sportlehrerin an der Universität Wien, 1944. Nachdem sie Kriegsversehrte im Lazarett sportlich betreut hatte, floh sie vor der russischen Armee aus Wien. Sie wurde 1948 in Nürnberg Ehefrau des Schriftstellers Theo Reubel-Ciani (Mitglied Nr. 1625) und Schwiegertochter des Mitglieds Nr. 1138. Sie hat zwei Söhne, als älteren Mario Reubel (Mitglied Nr. 1730). Viele Jahre nahm sie an Ordensveranstaltungen und Herbstfahrten regen Anteil. Aufgenommen wurde sie am 1. Oktober 1995. Trotz schwerer Erkrankung unternahm sie viele Reisen. In der Trauerfeier vertritt Herr Ebner den Blumenorden.