Aktuelle Veranstaltung:

Hans-Sachs-Spielgruppe

Hans Sachs - zeitlos aktuell

Mi. 25. September, 20:00 Uhr

Mittwoch, 25. September, 20:00 Uhr
Hans-Sachs-Spielgruppe der Stadt Nürnberg
Hans Sachs — zeitlos aktuell
Eine Sondervorstellung zum 525. Geburtsjahr des Meistersingers und Dramatikers. Drei der satirischen Fasnachtsspiele, die der vom Stadtrat seiner Zeit mit Mißtrauen beobachtete Schuster verfaßt hat, der doch nach der Meinung der hohen Obrigkeit besser bei seinem Leisten geblieben wäre, werden mit erläuternden Kommentaren des Spielleiters, Roland Meißner, an diesem Abend dargeboten. Der Pegnesische Blumenorden, dem Herr Meißner angehört, möchte damit zu seinem eigenen 375jährigen Jubiläum etwas Wiedergutmachung dafür leisten, daß seine Gründer und manche Mitglieder danach von Sachs nicht viel hielten. Bevor wir uns aber, laut Goethes Verwünschung, „in Froschpfuhl verbannen“ lassen, weil wir „unsern Meister je verkannt“ haben, laden wir lieber möglichst viele Zuhörer zu dieser außerordentlichen Ordensveranstaltung ein. Die Titel der ausgewählten Stücke werden kurzfristig angekündigt.
Caritas-Pirckheimer-Haus, 90402 Nürnberg, Königstraße 64
 
Textarena und aus.lese in der Weinerei (jeweils 20:00 Uhr)
Alle zwei Monate donnerstags wird die Weinerei zur Textarena. Vier Lesende setzen sich mit ihren selbstverfaßten literarischen Beiträgen der konstruktiven Kritik durch das Publikum aus. Lesevorschläge bitte bis 10 Tage vor Veranstaltung bei Michael Lösel einreichen!
Nächste Termine der Textarena: 26. September, 28. November
Die Moderatorin der Lesebühne „aus.lese“, Susanne Rudloff, bietet seit 10 Jahren im Wechsel mit der „Textarena“ ein Forum für Lesungen und Diskussionen. Nächste Termine der aus.lese: 31. Oktober
Weinerei, 90402 Nürnberg, Königstraße 33 (Ostermayr-Passage)
 
Freitag, 11. Oktober, 19:00 Uhr
Poetisches Theater
Tod und Nachrede - Szenen eines im Entstehen begriffenen Stücks
Es ist kein Abgesang und keine Beerdigung. In Anwesenheit einer Leiche, die unter einer Decke auf dem Nebentisch liegt, tauschen sich Gäste in einem Lokal aus, die dort zum Würfelspiel verabredet waren. Die Anwesenden können bestenfalls nur Mutmaßungen über Leben und Sterben dieser Person anstellen. Dabei entwickelt sich ein phantasievolles aber auch nachdenkliches Gespräch, das ein lebendi­ges Bild des Leichnams entstehen lässt ...
Zeitungs-Café, 90403 Nürnberg, Peter-Vischer-Straße 3
 
Mittwoch, 16. Oktober, 20:00 Uhr
Plauderabend

Was Pegnesen einander und neugierigen Zuhörern zu erzählen haben
Seit zwei Jahren gibt es auch wieder eine Reihe von Veranstaltungen des Blumenordens, in denen nach dem Muster der „Freitagsrunden“, die jahrzehntelang Brauch waren, jeder ein Thema anschneiden, ein Buch mitbringen und besprechen, oder eine organisatorische Frage klären kann. Kiebitze sind zu diesen Gesprächen im „Maschinenraum“ des Ordens herzlich willkommen. Wir hoffen, auch von Nichtmitgliedern Anregungen zu empfangen.
Buchcafé, Agnesgasse 5, 90403 Nürnberg; barrierefrei auch von der Füll 6
 
Mittwoch, 23. Oktober, 20:00 Uhr
Norbert Oettinger
Griechisch-lydischer Kontakt und die Entstehung des Endreims - Eine kulturelle Symbiose am Beginn Europas
Wer sein Smartphone einschaltet, den begrüßen möglicherweise als erstes die Begriffe "galaxy" und "android". Beide stammen aus dem Altgriechischen. Das Beispiel zeigt schlaglichtartig, wie sehr unsere Zivilisation nach wie vor auf den Schultern der Alten Griechen steht, meistens ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Die Geburt dieses europäischen Geistes fand im siebenten und sechsten Jahrhundert vor Chr. statt, und zwar nicht im griechischen Mutterland, sondern am Westrand Kleinasiens. Dort lebten der Dichter Homer und die Naturphilosophen, also Thales, Heraklit, Pythagoras und andere. Weniger bekannt ist, dass sie großenteils Untertanen der Könige der Lyder waren. Die Förderung durch deren Könige, deren letzter der sprichwörtlich reiche Krösus war, schuf erst die Voraussetzungen, unter denen sich diese genialen Menschen entfalten konnten. Es war eine griechisch-lydische Mischkultur, die dort entstand, und der Anteil der Lyder an ihr war nicht gering. Eine ihrer Ideen, die die Griechen gerne übernahmen, war die Erfindung des Geldes. Eine weitere, die den Griechen fremd blieb, war die Idee, Verse zu reimen. Sie hat sich erst später nach Westen verbreitet. — Von Peter Högemann und Norbert Oettinger erscheint im De-Gruyter-Verlag demnächst das Buch
Buchcafé, Agnesgasse 5, 90403 Nürnberg; barrierefrei auch von der Füll 6
 
Donnerstag, 24. Oktober, 19:00 Uhr
Michael Lösel und Holger Trautmann
Bukowskis letzte Schicht
(Foto: Michaela Moritz)
Am Ende der Schicht finden sich noch einmal alle am Tresen ein: Abgestumpfte Jungs vom Schlachthof, fügsame Postler, biergetränkte Tagelöhner. Antihelden, die die Welt des Charles Bukowski bevölkern, Verlierer im Schatten des amerikanischen Traums.
Unter ihnen haben auch der Erzähler Holger Trautmann und der Sprechchansonnier Michael Lösel Platz genommen. Während der Wirt die letzten Bestellungen annimmt, spielen die beiden auf, finden warme Worte und lässige Akkorde für eine makabere After-Work-Party. Die Musik erspürt die Atmosphäre der Worte und die Worte finden ihren Rhythmus in der Musik. Lösel und Trautmann kreieren den Soundtrack zu den Texten des Mannes mit der Ledertasche.
Museum Industriekultur, 90491 Nürnberg, Äußere Sulzbacher Straße 62
  
Mittwoch, 27. November, 20:00 Uhr
Werner Kügel
Der Pegnesische Blumenorden von 1944 bis 1994
Vorstellung des letzten Buches der fünfbändigen Ordensgeschichte. Von Durchhalteparolen gegen Kriegsende über sinnsuchende Wirtschaftswunderzeit, Widerstreit von Kulturkonservatismus und jugendlicher Kulturrevolte bis zum 350jährigen Jubiläum als Aufbruch in eine tatkräftigere Phase — der Blumenorden war ein getreues Abbild der bürgerlichen Kulturauffassungen und –pflege dieser Jahre. Sein 24. Präses (1. Vorsitzender) seit Georg Philipp Harsdörffer hat aus dem reichhaltigen Archiv die deutlichsten Stücke ausgewertet und zu einer selbstkritischen, aber auch zeitkritischen Gesamtschau der Periode von Jubiläum zu Jubiläum zusammengestellt. Auch Nürnberger, die sich gut auskennen, werden sich wundern, was da zutage trat.
Caritas-Pirckheimer-Haus, 90402 Nürnberg, Königstraße 64